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WM 2026: Fabio Cannavaro kehrt als Trainer mit Usbekistan auf WM-Bühne zurück - Italien muss einmal mehr zuschauen
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Publiziert 16/06/2026 um 16:03 GMT+2 Uhr
Fabio Cannavaro wurde 2006 Weltmeister mit Italien. Nun ist er mit dem Underdog Usbekistan zurück auf der großen Bühne, während seine Heimat zuschauen muss. Für Cannavaro ist es gleichbedeutend mit dem vorläufigen Happyend nach schwierigen Jahren und der vergeblichen Suche nach längerfristigen Engagements. Sein Team ist bei der WM Außenseiter, aber er warnt die Konkurrenz vor Überraschungen.
Fabio Cannavaro trainiert Usbekistan
Fotocredit: Getty Images
Fabio Cannavaro wusste nicht mehr weiter. Eigentlich hatte er, der ehemalige Starverteidiger und einst gefeierte Weltmeister, doch alle Voraussetzungen, um eine ebenso glamouröse Trainerkarriere zu starten.
Doch die Anfragen von Top-Klubs blieben aus, nirgendwo bekam der Italiener eine echte Chance. "Ich befand mich in diesem Teufelskreis", berichtete er im Guardian, er habe sich "entmutigt" gefühlt - bis sich diese eine, "unbezahlbare" Möglichkeit bot.
Weniger als ein Jahr vor der WM in den USA, Mexiko und Kanada meldete sich der usbekische Verband bei Cannavaro. Er solle mit seiner Erfahrung die "Weißen Wölfe" auf ihre WM-Premiere vorbereiten.
Und so kehrt Cannavaro, 20 Jahre nachdem er selbst den Pokal in die Höhe reckte, mit dem Underdog am Donnerstag (4:00 Uhr MESZ im Liveticker) gegen Kolumbien auf die größte aller Fußballbühnen zurück.
Italien muss zuschauen, Cannavaro ist dabei
Es klingt beinahe unwirklich. Während der ehemalige Serie-A-Profi mit dem unbekannten WM-Neuling unter anderem auf Superstar Cristiano Ronaldo trifft, sind seine italienischen Landsleute nach der verpassten Qualifikation mal wieder zum Zuschauen verdammt.
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Quelle: Perform
Dass er nach 2006 erneut den Pokal in die Höhe stemmen wird, ist mehr als unrealistisch. Sein Team könne jedoch den einen oder anderen "überraschen", betonte Cannavaro. Usbeken seien harte Kämpfer und unbequeme Gegenspieler - die aber den wenigsten ihrer Kontrahenten etwas sagen dürften.
Der mit Abstand bekannteste Spieler im Kader ist Abdukodir Chusanow. Der Abwehrspieler von Manchester City ist der Einzige, der in einer Top-Fünf-Liga Europas sein Geld verdient. Ein Großteil seiner Nationalmannschaftskollegen steht in der Heimat unter Vertrag.
Doch Usbekistan setzt bei seiner Premiere auf die Erfahrung von Cannavaro. Für den Weltfußballer von 2006 kam die Ernennung zum Nationalcoach im vergangenen Oktober, als die WM-Quali bereits sicher war, einem Aufstieg im Schnellverfahren gleich.
Neue Heimat in Usbekistan
Nach Stationen in Saudi-Arabien und China hatte Cannavaro in Italien auf ein längerfristiges Engagement gehofft: "Ich dachte mir: Wie kann das möglich sein? Jeder kann trainieren, und ich finde gar nichts." Er kam nur beim Zweitligisten Benevento, später bei Udinese Calcio und in Kroatien bei Dinamo Zagreb unter - länger als fünf Monate durfte er aber nie bleiben.
In Usbekistan hat Cannavaro nun eine neue Heimat gefunden, genauer gesagt in Taschkent. In der Hauptstadt des zentralasiatischen Staates, der etwa 36 Millionen Einwohner hat, lebt er mit seiner Familie. Doch irgendwann möchte Cannavaro zurück nach Italien, vielleicht sogar die Nationalmannschaft trainieren. Darauf arbeite er hin, erzählte er der "Gazzetta dello Sport".
Eine gelungene WM mit dem Underdog wäre eine perfekte Gelegenheit, sich dafür ins Gespräch zu bringen.
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(SID)
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