WM: Frankreichs Stars wollen für Didier Deschamps spielen - Trainer verpasste Gruppenspiel nach Tod seiner Mutter

Nach seinem privaten Schicksalsschlag sieht Frankreichs Trainer Didier Deschamps die Fußball-WM in gewisser Weise als Ablenkung. "Es ist gut, den Kopf beschäftigt zu haben. Ich habe meine Arbeit wieder aufgenommen", sagte der 57-Jährige, nachdem er zur Beisetzung seiner verstorbenen Mutter nach Frankreich geflogen war und dadurch das letzte Vorrundenspiel gegen Norwegen (4:1) verpasst hatte.

WM - Frankreichs Stars um Dayot Upamecano (l.) und Kylian Mbappé (m.) wollen für ihren Trainer Didier Deschamps (r.) spielen

Fotocredit: Getty Images

"Es geht mir gut, ich bin wieder hier", fügte Frankreichs Trainer an. Seit Samstag ist Deschamps zurück im Teamcamp in den USA. Adrien Rabiot betonte, dass die traurige Nachricht auch "ein Schock" für die Mannschaft gewesen sei. 
"Wir sind froh, dass er wieder bei uns ist. Es ist nicht einfach, unter solchen Umständen trauern zu müssen", sagte der Mittelfeldspieler vor dem Sechzehntelfinale am Dienstag (23:00 Uhr MESZ im Liveticker) gegen Schweden: "Die ganze Gruppe hält zusammen. Wir wissen, was er gerade durchmacht, und wir werden versuchen, ihm etwas Trost und neuen Mut zu geben."
Die Arbeit während des weiteren Turniers werde Deschamps helfen, "für eine Weile auf andere Gedanken zu kommen – es wird ihm guttun", meinte Rabiot.
Der Trainer, der sein Amt nach 14 Jahren an der Spitze des französischen Nationalteams im Anschluss an die WM niederlegen wird, sei zwar "sehr betroffen", Deschamps versuche aber, "es sich möglichst wenig anmerken zu lassen, um nichts Negatives auf die Mannschaft zu übertragen", sagte Rabiot.

Thuram und Kanté fehlen verletzt

Deschamps legte den Fokus auf die K.o.-Phase. Nach drei Siegen in drei Gruppenspiele beginne das Turnier "wieder bei null". Schweden habe "nichts zu verlieren und kann uns Probleme bereiten", warnte er vor dem Duell im Finalstadion von East Rutherford und forderte einen "seriösen" Auftritt: "Wir haben Selbstvertrauen, aber keine Selbstüberschätzung. Wir dürfen nicht glauben, dass wir einfach aufs Spielfeld gehen und die Spiele gewinnen werden."
Marcus Thuram und N'Golo Kanté, die bei dieser WM bislang keine große Rolle beim Weltmeister von 2018 spielten, fehlen Frankreich verletzt.
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(SID)
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Quelle: SNTV


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