WM: Kane schießt England im Alleingang zum Sieg gegen die DR Kongo im Sechzehntelfinale - Three Lions drehen Spiel
Harry Kane hat England bei der WM 2026 im Sechzehntelfinale im Alleingang zum 2:1 (0:1)-Sieg gegen die DR Kongo geführt. Der Stürmerstar des FC Bayern München traf doppelt (75./86.) und drehte so nach dem frühen 0:1 durch Brian Kibambe Cipenga (7.) das Spiel. Die Three Lions müssen mit Trainer Thomas Tuchel im Achtelfinale nun zum "Auswärtsspiel" gegen Co-Gastgeber Mexiko antreten.
Kane nach Doppelpack gegen DR Kongo: "Das war ein verrücktes Spiel"
Quelle: MagentaTV
Englands Retter Harry Kane ballte die Siegerfaust und umarmte Teammanager Thomas Tuchel, als die stolze Fußball-Nation kollektiv aufatmete. Und während die Fans in Atlanta erleichtert "Football is coming home" sangen, schwor der überragende Anführer, der die "Three Lions" im Alleingang vor einer ihrer größten Blamagen bewahrt hatte, seine Mitspieler leidenschaftlich auf die weitere WM-Mission ein.
Mit einem späten Doppelpack (75./86.) drehte der Torjäger von Bayern München das spektakuläre Sechzehntelfinale gegen die aufmüpfige Demokratische Republik Kongo und führte die Engländer zu einem 2:1 (0:1), mit dem sie ihren Traum vom zweiten WM-Titel gerade so am Leben erhielten. "Es fühlt sich großartig an, es war ein verrücktes Spiel. Ihr Torwart hat einige unglaubliche Bälle gehalten, aber man muss weitermachen. Es gibt richtig heldenhafte Momente - und für mich war es so ein Tag", sagte Kane.
"Wir müssen diese Einstellung haben: Wenn es schwer wird, dann wird es eben schwer, aber wir dürfen weder die Geduld noch den Glauben verlieren", fügte Tuchel an: "Wir brauchen diese Einstellung, dass wir weitermachen. Es war vollkommen verdient, aber wir mussten hart dafür arbeiten."
Vor Kanes Treffern waren die Engländer lange an Kongos überragendem Torwart Lionel Mpasi verzweifelt, Brian Cipenga (7.) hatte die Zentralafrikaner in Führung gebracht. Ein Aus in der Runde der letzten 32 wäre das schlechteste WM-Abschneiden des Fußball-Mutterlandes, das seit 1966 auf einen WM-Triumph wartet, seit dem Scheitern in der Vorrunde vor zwölf Jahren in Brasilien gewesen. Nun geht es im Achtelfinale in der Nacht zu Montag (2:00 Uhr im Liveticker) in Mexiko City gegen den mexikanischen Co-Gastgeber.
Historischer WM-Lauf der DR Kongo beendet
Für die DR Kongo endet derweil ihr historischer WM-Lauf, bereits der erstmalige Einzug in die K.o.-Runde und ein 1:1 gegen Cristiano Ronaldos Portugal in der Gruppenphasen waren in der von Krieg und Krisen gebeutelten Nation groß gefeiert worden.
Bei der zuvor einzigen Turnierteilnahme 1974 (damals hieß das Land noch Zaire) waren die Kongolesen in der Vorrunde ausgeschieden. Nun hat ihr Land neue Helden.
Nach den glanzlosen Auftritten in den abschließenden Gruppenspielen gegen Ghana (0:0) und Panama (2:0) hatte Tuchel Kritik einstecken müssen, England falle nichts gegen tiefstehende Mannschaften ein, monierte Ex-Nationalspieler Jamie Carragher in seiner "Telegraph"-Kolumne.
Roy Keane ätzte, Tuchel wisse nicht, "wie seine beste Elf aussieht". Und der Deutsche wurde von der DR Kongo zunächst kalt erwischt.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/07/01/image-93c6b475-6c78-429c-839a-c07767d51203-85-2560-1440.jpeg)
Tuchel: "Kane wird immer besser"
Quelle: MagentaTV
Cipenga erwischt England kalt
Noch bevor die Engländer überhaupt einen ersten vernünftigen Angriff aufziehen konnten, schlug der Underdog zu. Kapitän Chancel Mbemba hebelte die englische Abwehr mit einer Halbfeldflanke aus, plötzlich stand Cipenga frei vor dem Tor und schloss eiskalt in die kurze Ecke ab.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/07/01/image-cc5c1cc4-4cb9-43f9-9cca-fb012c76f125.jpeg)
Fußball: Brian Cipenga jubelt über sein Tor für DR Kongo gegen England bei der WM 2026
Fotocredit: Getty Images
Völlig losgelöst feierte der Torschütze mit einem Salto, den Fans der Three Lions auf der Tribüne standen die Münder offen.
Die Léopards verteidigten in der Folge mutig nach vorne und suchten im Vorwärtsgang ihre Chancen. Erst nach der Trinkpause kam England gefährlicher auf, es entwickelte sich ein packendes Fußballspiel. Mpasi parierte einen Kopfball von Jude Bellingham (30.) stark, der gebürtige Engländer Aaron Wan-Bissaka klärte gegen Marcus Rashford (35.) auf der Linie.
Wissa scheitert am Außenprosten
Doch die Kongolesen ließen sich nicht vollends in die eigene Hälfte drücken. Yoane Wissa (42.) vergab kurz vor der Pause die Riesenchance auf das 2:0 und traf nur den Außenpfosten. Danach Pech für die Engländer: Schiedsrichter Adham Makhadmeh aus Jordanien verweigerte dem bislang unsichtbaren Kane (43.) einen Elfmeter, nachdem er im Zweikampf mit Mpasi zu Fall gekommen war.
Stattdessen rettete der Schlussmann zweimal Weltklasse gegen Bellingham und Kane (45.+2/45.+6).
Nach der Halbzeitpause mussten die Engländer kommen - und sie kamen. Rashford (52.) traf das Außennetz, Bellingham (53.) zwang Mpasi nur Sekunden später zur nächsten Rettungsaktion.
Doch auch die Kongolesen, die Englands Drangphase erst einmal überstehen mussten, hielten weiterhin dagegen. Doch England hatte Harry Kane, der mit Beginn der Schlussviertelstunde eine Flanke von Anthony Gordon einköpfte und danach die Partie per Rechtsschuss unnachahmlich drehte.
Das könnte Dich auch interessieren: Regierung räumt "Kommunikationspanne" bei Merz-Tweet zum WM-Aus ein
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/07/01/image-23397e9d-e7bf-4da6-aba5-f37bcc2d16d9-85-2560-1440.jpeg)
Klopp huldigt Kane: "Ein Spieler, der kaum noch zu beschreiben ist"
Quelle: MagentaTV
Ähnliche Themen
Ergebnisse
England
/images.sports.gracenote.com/images/lib/basic/geo/country/flag/large/2208.png)
2
1
DR Kongo
/images.sports.gracenote.com/images/lib/basic/geo/country/flag/large/4388.png)
Kommentar
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/12/18/image-ec453673-a7e8-4c9b-a566-6689a5fb6276-68-310-310.jpeg)