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WM: Mexiko scheidet im Aztekenstadion dramatisch gegen England aus - Trainerwechsel stand bereits vor dem Turnier fest
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Publiziert 06/07/2026 um 12:50 GMT+2 Uhr
Nach dem 2:3 gegen England muss Mexiko den Traum von einem Weiterkommen bei der Heim-WM begraben. Im Aztekenstadion unterliegt man den Three Lions nach einer starken Weltmeisterschaft dramatisch. Nationaltrainer Javier Aguirre tritt als Trainer wie bereits vor dem Turnier bekannt gewesen, zurück. Rafael Márquez, 148-maliger mexikanischer Nationalspieler übernimmt das Traineramt.
Knapper Sieg in Mexiko: Tuchel spricht von "unglaublicher" Leistung
Quelle: MagentaTV
Die Festung Azteca fällt, Mexiko versinkt nach dem Aus bei der Heim-WM in Trauer. Nun soll eine Nationallegende zum Neuanfang verhelfen.
Torhüter-Ikone Guillermo Ochoa stand einsam auf dem grünen Rasen, rieb sich durch die tränenverschmierten Augen und presste dann die Hand auf seine Brust, als wolle er sein Herz davor bewahren, auseinanderzubrechen.
Um ihn herum lagen sich seine traurigen Teamkameraden in den Armen, und auch auf den Rängen der zerbröckelten Festung "Azteca" herrschte tiefer Kummer.
Ein ganzes Land hatte vom Einzug ins Viertelfinale geträumt, sich in den schönsten Illusionen gar schon Jubelbilder mit dem Goldpokal ausgemalt. Doch ausgerechnet in der heiligen Stätte des mexikanischen Fußballs fand die hoffnungsvolle Reise bei der Heim-WM ein jähes Ende.
Auftritte zuvor schürten Hoffnungen bei Mexiko
Erstmals seit 2013 unterlag Mexiko im Aztekenstadion, zum ersten Mal überhaupt ging dort ein WM-Spiel verloren. Nach dem bitteren 2:3 gegen England im Achtelfinale in Mexiko-Stadt steht El Tri vor einem Neuanfang.
"Gegen Mannschaften wie England darf man sich keine Fehler erlauben", resümierte Trainer Javier Aguirre: "Wir haben drei Fehler gemacht – und dafür einen hohen Preis bezahlt." Drei Fehler, drei Gegentore. Auch die Rote Karte für Englands Jarell Quansah in der 54. Minute half Mexiko nicht.
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Julian Quinones traf für Mexiko vor der Pause
Fotocredit: Getty Images
Dabei waren die Hoffnungen groß gewesen vor dem Duell mit dem Titelkandidaten, schließlich war Mexiko mit drei Siegen und ohne Gegentor durch die Gruppenphase marschiert und hatte im Sechzehntelfinale auch Ecuador beim 2:0 souverän ausgeschaltet.
"Die Fans kann ich nur um Entschuldigung bitten", sagte Aguirre, seine Mannschaft habe gegen England um den deutschen Coach Thomas Tuchel "Herz, Seele und Leidenschaft auf dem Platz gelassen". Doch wenn Mexiko "dauerhaft zu den sieben oder acht besten Nationen der Welt gehören will, müssen wir uns weiterentwickeln", betonte der 67-Jährige.
Rafael Márquez übernimmt Traineramt
Diese Entwicklung anzuleiten ist künftig nicht mehr die Aufgabe Aguirres, dessen dritte Amtszeit als Nationaltrainer Mexikos nach dem schmerzhaften Ausscheiden endete. Stattdessen wird künftig der ehemalige Nationalspieler und Kapitän Rafael Márquez die Auswahl trainieren. Der Wechsel war bereits vor dem Turnier beschlossen worden.
148 Partien für Mexiko hat der frühere Profi des FC Barcelona bestritten, zuletzt fungierte er bereits als Co-Trainer bei der Nationalmannschaft.
Dort findet er laut seinem Vorgänger nun beste Bedingungen vor: "Ich glaube, dass wir große Fortschritte gemacht haben", sagte Aguirre, "unsere Spieler verfügen über alle Voraussetzungen, um auf höchstem Niveau mitzuhalten." Sie werden sich an seine Worte erinnern, wenn der Schmerz nachlässt.
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(SID)
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