WM 2026 - Michael Ballack und Oliver Bierhoff glauben an Titelchance der DFB-Elf: "Durch Disziplin und Teamgeist"

Oliver Bierhoff und Michael Ballack trauen der DFB-Elf den Titel bei der Weltmeisterschaft (11. Juni bis 19. Juli) zu. Dabei zählt die deutsche Mannschaft aus Sicht der beiden ehemaligen Nationalspieler zwar nicht zu den großen Favoriten, dennoch sei in den USA, Kanada und Mexiko "alles möglich", wie Bierhoff erklärte. Ballack skizzierte "einige Herausforderung" für Julian Nagelsmann.

Nagelsmann schwärmt von Karl: "Bringt alles mit"

Quelle: Eurosport

"Wenn Deutschland wieder wie bei früheren Erfolgen durch Geschlossenheit, durch Disziplin und durch Teamgeist lebt, und wenn die Mannschaft im Lauf des Turniers auch Vertrauen tankt", sei ihr alles zuzutrauen, sagte der ehemalige DFB-Manager in einem Interview mit der "FAZ".
"Es gibt natürlich starke Konkurrenz mit den Franzosen, den Spaniern, den Portugiesen, den Argentiniern", fügte Bierhoff hinzu.
Besonders gespannt sei er, wie sich der Titelverteidiger schlägt: "Viele Fachleute sehen sie kritisch, aber es sind alle Spieler mit Herz und Leidenschaft und einem besonderen Biss dabei. Die Argentinier geben alles für ihr Land, insofern rechne ich schon fest mit ihnen".
Die Rückkehr von Manuel Neuer begrüßt Bierhoff.

Personal macht den Experten Mut

"Ich hoffe, dass Manuel so souverän spielt und die Ergebnisse gut sind", sagte er zur Torhüterdiskussion und betonte: "Ich glaube, wenn man alle Bundesligaspieler fragen würde, würden wahrscheinlich 90 Prozent sagen: Ich möchte Manuel im Tor haben, weil er immer noch Weltklasse ist und mit seiner Persönlichkeit wahnsinnig viel bewegen kann. Deswegen ist er noch nie infrage gestellt worden".
Auch Michael Ballack glaubt an eine Titelchance der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM. "Ja, natürlich. Aber wir haben einige Herausforderungen", antwortete der frühere DFB-Kapitän in der "Sport Bild" auf die Frage, ob er dem Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann den Sieg zutraue.
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Bundestrainer Julian Nagelsmann (l.) und Torhüter Manuel Neuer (r.)

Fotocredit: Getty Images

"Kai Havertz ist Gott sei Dank nach seiner langen Verletzung wieder in Form und löst das Problem auf der Mittelstürmerposition, da Nick Woltemade bei seinem Verein Newcastle United zuletzt auch nicht mehr gesetzt war", führte Ballack aus.
Jamal Musiala sei "ein Weltklassespieler, aber noch lange nicht in Topform aufgrund seiner Verletzung", zudem habe man auf den Außenverteidigerpositionen "Luft nach oben", sagte Ballack und betonte die Bedeutung von Joshua Kimmich hinten rechts.

Das ist Ballacks Favorit auf den Titel

Außerdem habe man "keine eingespielte Mannschaft, keine sechs, sieben, acht Spieler, die unantastbar sind. Darum zählt Deutschland im Moment nicht zu den Top-Favoriten", erklärte Ballack: "Das heißt am Ende aber nicht, dass man chancenlos ist."
Entscheidend sei, was Nagelsmann aus dem Kader herausholen werde, betonte der 49-Jährige und zog einen Vergleich zur WM 2002, als Deutschland erst im Finale an Brasilien scheiterte (0:2).
Damals habe man "auch nicht die beste Mannschaft" gehabt, "die Stimmung war nach dem EM-Vorrundenaus zwei Jahre zuvor am Tiefpunkt, in Deutschland hat keiner einen Cent auf uns gesetzt", erzählte Ballack. Doch der damalige Bundestrainer Rudi Völler habe "das Optimum" aus dem Kader herausgeholt.
Beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada ist für Ballack jedoch eine andere Nation der ganz große Favorit: "Ich sehe Frankreich als heißesten Anwärter. Der Kader hat eine unglaublich hohe Qualität."
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(SID)
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Quelle: Perform


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