WM 2026 - Spanien watscht Österreich im Sechzehntelfinale ab: Europameister zwei Nummern zur groß für Rangnicks Team

Spaniens Ballkünstler haben Ralf Rangnick und Österreich eine Lehrstunde erteilt und erstmals seit dem Triumph 2010 wieder ein K.o.-Spiel bei einer WM gewonnen. Der Europameister um Ausnahmekönner Lamine Yamal besiegte die ÖFB-Auswahl in Los Angeles hochverdient mit 3:0 (1:0) und zog ins Achtelfinale ein. Dort wartet am Montag in Dallas ein Duell mit Portugal oder Kroatien auf die Spanier.

Lamine Yamal (l.) wirbelte die österreichische Abwehr durcheinander

Fotocredit: Getty Images

Ralf Rangnick klatschte in seinem pinken T-Shirt seine enttäuschten Spieler um Kapitän David Alaba ab - dann war für den Coach der Österreicher das WM-Abenteuer nach einer Lehrstunde schneller als erhofft vorbei. Gegen einen stark auftrumpfenden Europameister Spanien um Ausnahmekönner Lamine Yamal war das ÖFB-Team im WM-Sechzehntelfinale beim 0:3 (0:1) letztendlich chancenlos.
"Wir sind enttäuscht und traurig, dass die Reise zuende ist. Wir haben bis zum 1:0 das Spiel mit unseren Mitteln offen gehalten. Nach dem 2:0 war es schwierig", sagte Rangnick bei MagentaTV geknickt. Man müsse "einfach sagen, dass sie besser waren als wir. Bei Kleinigkeiten hat man gesehen, dass ein bisschen die Qualität fehlt. Und das ist eben der Unterschied", ergänzte der frustrierte Dortmunder Marcel Sabitzer.
Spanien gewann erstmals seit dem Triumph 2010 wieder ein K.o.-Spiel bei einer WM. Im Achtelfinale wartet am Montag in Dallas ein Duell mit Portugal oder Kroatien auf das Team von Trainer Luis de la Fuente. Der war entsprechend zufrieden. "Wir haben das geliefert, was wir versprochen haben, hatten eine gute Mentalität. Das war ein wunderbares, ein tolles Spiel von uns. Ich bin überglücklich. Es war fast perfekt", schwärmte er.
Die Österreicher hingegen verabschieden sich erhobenen Hauptes von ihrer ersten WM seit 28 Jahren. Das Team von Rangnick hatte sich erst durch ein Last-Minute-Tor im aberwitzigen Gruppenfinale gegen Algerien (3:3) für das Sechzehntelfinale qualifiziert, die Spanier waren aber eine Nummer zu groß. Torhüter Alexander Schlager verhinderte eine höhere Niederlage.

Spanien auch im vierten WM-Spiel ohne Gegentor

Mikel Oyarzabal mit einem Doppelpack (36. und 89.) und Pedro Porro (66.) trafen für den Mitfavoriten, der in Nordamerika weiter ohne Gegentor ist und den zweiten Stern jagt. Aber die Spanier sind gewarnt: In Russland 2018 und Katar 2022 gab es jeweils das Aus im Achtelfinale.
Gegen die scheinbar übermächtigen Spanier brauche es ein Spiel, "in dem wir tatsächlich über uns hinauswachsen", hatte Rangnick vor der Partie gesagt. Er sei aber fest davon überzeugt, "dass wir das können". Um Dribbelkünstler Yamal zu stoppen, stellte Rangnick Bayern-Profi Konrad Laimer auf die linke Abwehrseite - doch oft genug war Yamal nur schwer in den Griff zu bekommen.
Die Spanier waren das dominierende Team und hatten viel Ballbesitz, kamen aber zunächst nicht in die gefährliche Zone. Auf der Gegenseite verpasste Michael Gregoritsch eine Flanke nur knapp (18.). Die Spanier rannten weiter an, ein vermeintlicher Treffer von Marc Cucurella (30.) nach einer Ecke wurde nicht gegeben, nachdem Österreichs Keeper Schlager im Fünfmeterraum behindert wurde. Eine harte Entscheidung von Schiedsrichter Glenn Nyberg (Schweden).
Wenig später parierte Schlager weltklasse gegen Mikel Oyarzabal (33.) - ehe der Stürmer von Real Sociedad San Sebastian die Furia Roja nach einem Pass von Cucurella belohnte. Die Führung zur Pause hätte noch höher ausfallen können, Alex Baena traf mit einem Freistoß die Latte, Yamal scheiterte im Nachschuss an Schlager (45.+2).
Nach dem Seitenwechsel ließen die Spanier den Ball weiter sicher durch die eigenen Reihen laufen, ein abgefälschter Schuss von Rodri (54.) rauschte knapp vorbei. Die Österreicher schafften es kaum in die Offensive, wurden bei einem der wenigen Umschaltmomente aber durch den eingewechselten Sasa Kalajdzic gefährlich (61.). Dann traf Porro per Kopf zur Vorentscheidung, ehe erneut Oyarzabal den Schlusspunkt setzte.
(SID)
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Quelle: MagentaTV


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