Zinédine Zidane wird neuer Trainer bei Frankreich als Nachfolger von Didier Deschamps - "Es gibt nichts Größeres"

Superstar Zinédine Zidane wird erwartungsgemäß Trainer der französischen Fußball-Nationalmannschaft. Der frühere Welt- und Europameister galt bereits seit langer Zeit als Topfavorit auf die Nachfolge von Didier Deschamps. Am Dienstagvormittag wurde das offene Geheimnis im Rahmen einer Vorstellungs-Pressekonferenz am Hauptsitz des französischen Fußballverbandes FFF in Paris offiziell gelüftet.

Zidane: "Frankreich das Einzige, was ich wollte"

Quelle: Perform

Als sein sportlicher Lebenstraum wahr wurde, dachte Zinédine Zidane erst einmal an andere - an all diejenigen, die mit den fürchterlichen Waldbränden in Frankreich kämpfen.
Er wolle "allen Menschen, den Feuerwehrleuten, den Landwirten, die davon betroffen sind", seine Unterstützung aussprechen. "Meine Gedanken sind bei ihnen. Für viele Familien ist dies eine schwierige Zeit", sagte der Superstar in seiner ersten Botschaft als französischer Fußball-Nationaltrainer.
Erst dann wandte sich das Idol der Équipe Tricolore seiner sportlichen Mission beim Starensemble um Kylian Mbappé zu. Nach langem Warten gehe "ein Traum" in Erfüllung, betonte Zidane: "In den vier bis fünf Jahren, in denen ich eine Pause eingelegt habe, habe ich zahlreiche Angebote erhalten. Und ich habe sie alle zugunsten der französischen Nationalmannschaft abgelehnt, denn das war das Einzige, was ich nach meiner Zeit bei Real Madrid machen wollte."
Er habe von der Jugend bis zum A-Team als Spieler alle Stufen durchlaufen - und sei nun mit dem Trainerjob auf dem "Gipfel" angekommen.
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Zinedine Zidane wird der neue Trainer der französischen Nationalmannschaft

Fotocredit: Getty Images

Zidane will Titel mit Frankreich

"Das Einzige, was mich antreibt, ist, mit dieser Mannschaft zu arbeiten und dafür zu sorgen, dass sie weiterhin gewinnt", sagte Zidane mit viel Nachdruck und Pathos in der Stimme. "Willkommen zu Hause", schrieb Mbappé bei Instagram. Zidane galt bereits seit langer Zeit als Topfavorit auf die Nachfolge von Didier Deschamps.
Am Dienstag wurde das offene Geheimnis im Rahmen einer Vorstellungs-Pressekonferenz am Hauptsitz des französischen Verbandes FFF in Paris offiziell gelüftet, Zidane erhält einen Vertrag bis 2030.
Seine Referenzen sind erstklassig. Als Spieler war er Weltmeister 1998 und Europameister 2000, als Trainer dann gewann er mit Real Madrid dreimal die Champions League (2016 bis 2018), zweimal die Klub-WM und zweimal die spanische Meisterschaft - die zweite (2020) in seiner allerdings weniger erfolgreichen zweiten Amtszeit bei den Königlichen von 2019 bis 2021. Seitdem hat er gewartet - satte fünf Jahre.

Zidane sieht "außergewöhnliche Mannschaft"

"Tag Z", titelte die "L'Équipe" bereits am Morgen der langersehnten Vorstellung. Carlo Ancelotti, Thomas Tuchel, Jürgen Klopp - und nun Zidane. Der Franzose ist der nächste in der Reihe von Trainern, die ihr erfolgreiches Wirken im Verein auf eine Nationalmannschaft übertragen wollen. Dieser Weg ist allerdings alles andere als vorgezeichnet. Es sei "sicher ein ganz anderer Beruf", betonte Zidane: "Es ist etwas Neues für mich, aber ich habe keine Angst davor. Ich bin bereit."
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Zinédine Zidane und Jürgen Klopp feierten große Erfolge auf Vereinsebene

Fotocredit: Getty Images

Für ihn sei dieser Tag der Ernennung der Schönste seines Trainerlebens, sagte er auf Nachfrage. Er spüre "großen Stolz", aber zugleich auch eine "große Verantwortung" für eine "außergewöhnliche Mannschaft".
Gefühlt wäre für die 68 Millionen Franzosen niemand anderes für die neue Zeitrechnung infrage gekommen, auch bei der Führungsetage gab es keine Zweifel. Bereits seit der Rückzugsankündigung von Deschamps im Frühjahr 2025 liefen die Gespräche.

Zidanes Debüt gegen Italien

"Aufseiten des Verbandes bestand der Wunsch, jemanden zu haben, der über die Ausstrahlung, die Kompetenz und das Herz unserer Fans verfügt, um eine der besten Mannschaften der Welt zu trainieren", erklärte FFF-Präsident Philippe Diallo.
Dies habe im Zusammenspiel mit Zidanes großem Traum zur Einigung geführt. Seine Premiere feiert er am 25. September in der Nations League in der Türkei, das Heimdebüt folgt sieben Tage später.
Gegner? Ausgerechnet Italien: gegen das Zidane mit seinem Kopfstoß an die Brust von Marco Materazzi im verlorenen WM-Finale 2006 seinen wohl schlimmsten Moment als Fußballer erlebte.
(SID)
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Quelle: Perform


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