US Masters: Jon Rahm krönt sich zum König von Augusta - Spanier gelingt Schlag gegen LIV-Allianz

Der Spanier Jon Rahm hat das US Masters in Augusta gewonnen. Im Moment seines Triumphs erinnerte er an einen ganz Großen der Golfszene. "Das hier ist für Seve", erklärte Rahm nach seinem emotionalen Coup und verwies auf sein bereits verstorbenes Goldidol Seve Ballesteros. Neben der Übernahme der Weltranglistenführung gelang dem 28-Jährigen auch ein empfindlicher Schlag gegen die LIV-Allianz.

Historischer Titel: Rahm kann sein Glück nicht fassen

Quelle: Perform

Im grünen Sieger-Jacket schickte Jon Rahm einen Gruß in den Himmel. "Das hier ist für Seve. Er war da oben und hat geholfen", sagte Rahm, nachdem er sich zum vierten spanischen Champion beim US Masters gekrönt hatte.
Sein emotionaler Triumph an der Magnolia Lane war auch eine Hommage an das viel zu früh verstorbene Golfidol Seve Ballesteros, das am Sonntag 66 Jahre alt geworden wäre.
"Den Sieg zum 40. Jubiläum seines Siegs, an seinem Geburtstag, an Ostersonntag zu holen, ist unglaublich bedeutungsvoll für mich", sagte Rahm überwältigt.
Ballesteros hatte als erster Spanier 1980 und 1983 im Augusta National Golf Club triumphiert, ihm folgten Jose Maria Olazabal (1994, 1999), Sergio Garcia (2017) und nun Rahm.

Rahm: "Hätten angefangen zu weinen"

Nach vier Tagen hatte der 28-Jährige, der mit seinem bislang größten Erfolg die Führung in der Weltrangliste übernahm, vier Schläge Vorsprung auf Brooks Koepka und den dreimaligen Masters-Champion Phil Mickelson (beide USA). Tiger Woods (USA) war auf der dritten Runde ausgestiegen, Bernhard Langer (Anhausen) am Cut gescheitert.
Glückwünsche bekam Rahm nach seinem Sieg von den spanischen Tennisprofis Rafael Nadal und Carlos Alcaraz, sein Vorgänger Olazabal fiel ihm auf dem Platz in die Arme. "Er hat mir gesagt, er hoffe, dass es der erste Masterssieg von vielen war", berichtete Rahm: "Wir haben beide etwas über Seve gesagt, und ich glaube, hätte er uns noch zehn Sekunden mehr gegeben, wir hätten beide angefangen zu weinen."
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Jon Rahm feiert seinen Coup

Fotocredit: Imago

Mit vier Schlägen Rückstand auf Koepka hatte Rahm den Schlusstag begonnen, an dem zunächst die dritte Runde beendet werden musste. Die Wetterkapriolen der ersten Tage hatten den Zeitplan zusammengestaucht. Immerhin beruhigte sich das Wetter am Sonntag. Zuvor hatte es geregnet und gestürmt, am Freitag stürzten gar drei Pinien auf die Anlage, wobei wie durch ein Wunder niemand verletzt wurde.

Rahm schlägt die LIV-Allianz

Rahm nutzte die besseren Bedingungen zur Aufholjagd - und Koepka, einer der LIV-Rebellen, die der PGA-Tour den Rücken gekehrt haben und nun in der lukrativen, aber wegen des saudischen Einflusses umstrittenen LIV-Tour spielen, zeigte Nerven. Am Ende spielte er eine 75, Rahm reichte dagegen eine 69 zum sicheren Sieg, für den er 3,24 Millionen Dollar (ca. 2,97 Millionen Euro) Preisgeld kassierte.
Nur an der 18, der "Stechpalme", zitterte ihm die Hand - und doch hätte für Rahm das Ende eines denkwürdigen Turniers kaum passender sein können. "Es mit einem ungewöhnlichen Par nach Hause zu bringen, eigentlich mit einem Seve-Par, war ein unabsichtliches Zeichen an ihn", scherzte Rahm mit einem Blick in den Himmel.
Ballesteros war für seine Rettungsaktionen nach verunglückten Schlägen bekannt. "Ich wusste: Er hat es heute für mich rausgerissen."
(SID)
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Quelle: Perform

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