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Masters in Augusta 2024: Scottie Scheffler nach zweitem Triumph auf dem Weg in neue Sphären - "Tiger-Slam" im Visier
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Publiziert 15/04/2024 um 16:45 GMT+2 Uhr
Es sind emotionale Wochen für Scottie Scheffler. Nach dem Triumph in Augusta liegen die Prioritäten nun erst einmal woanders. Denn der Weltranglistenerste und seine Frau Meredith erwarten zeitnah das erste gemeinsame Kind. Unterdessen spekulieren die US-Medien bereits darüber, ob dem US-Amerikaner der "Tiger-Slam" gelingen könnte. Die Form scheint für den Texaner zu sprechen.
Scottie Scheffler feiert mit seiner Masters-Trophäe
Fotocredit: Getty Images
Als der Ball im 18. Loch landete und Scottie Scheffler seinem Caddie in die Arme fiel, löste sich die gesamte gewaltige Anspannung der vergangenen Tage. Die Augen wurden rot, die Tränen kullerten.
Für den auf dem Platz so ruhigen Weltranglistenersten fand mit dem Sieg beim Masters in Augusta ein Wochenende voller emotionaler Ausnahmesituationen einen Abschluss in schierem Glücksgefühl.
"Heute hatte ich zumindest auf dem Platz endlich wieder meine Emotionen im Griff, so wie es eigentlich normal bei mir ist. Es hat sich wieder wie Golf angefühlt", sagte Scheffler, der beim berühmtesten Turnier der Welt in den Tagen zuvor teilweise reichlich durch mit den Nerven gewesen war - und Rat bei seiner hochschwangeren Frau suchte.
Und bei ihr waren auch im Grünen Jacket des Masters-Champions Schefflers Gedanken: "Ich liebe dich und ich komme jetzt nach Hause."
Scheffler zweifelt an Augusta-Coup
Vor der finalen Runde schien es noch, als könnte der mit einem Schlag führende US-Amerikaner der Last nicht Stand halten: "Heute Morgen habe ich geweint wie ein Baby, ich war völlig gestresst", sagte er: "Ich habe meiner Frau gesagt, dass ich absolut nicht bereit bin für das hier."
Seine Frau Meredith ist eine große Stütze für Scheffler. Bei seinem ersten Masters-Titel vor zwei Jahren war sie dabei, konnte ihrem Mann Mut zusprechen. Dieses Mal war das nicht möglich.
Ende April erwartet das Paar das erste Kind, dementsprechend ruhte sich die werdende Mutter zu Hause in Dallas aus. Scheffler sagte vor der Finalrunde, dass er sofort aussteigen würde, sollten bei seiner Frau vorzeitig die Wehen einsetzen.
Das war nicht der Fall. Aber Scheffler wurde nach seinem Sieg deutlich, was die Planung für die nächste Zeit angeht: "Meine Prioritäten werden sich hier sehr bald ändern. Mein Sohn oder meine Tochter werden jetzt die Hauptpriorität sein, zusammen mit meiner Frau, so dass Golf jetzt wahrscheinlich an vierter Stelle stehen wird."
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Scottie Scheffler feiert seinen Masters-Sieg
Fotocredit: Getty Images
Gelingt Scheffler der "Tiger-Slam"?
Derweil malt sich unter anderem der amerikanische TV-Sender "CBS" schon aus, ob die Form des Texaners ausreicht, den "Tiger-Slam", also vier Majors innerhalb eines Jahres zu gewinnen - das hat seit 1930 nur Tiger Woods geschafft.
Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, aber Schefflers Zahlen sind vielversprechend: Seit Februar 2022 hat er neun Trophäen geholt, drei davon bei seinen jüngsten vier Starts.
Zudem hat er es geschafft als erster Golfer den Titel beim Players Championship erfolgreich zu verteidigen. Wenn Scheffler trophäenlos geblieben ist, landete er trotzdem unter den besten fünf. Beständig kann Scheffler also.
Im Mai geht es in Kentucky mit der PGA Championship weiter. Im Juni und Juli folgen die verbleibenden Majors. Auch wenn Scheffler nach der Gewinner-Pressekonferenz nur nach Hause wollte, wird sein Ehrgeiz ihn nicht lange vom Grün fernhalten: "Ich liebe es immer noch, an Wettkämpfen teilzunehmen, ich habe nicht vor, in nächster Zeit den Ball aus den Augen zu verlieren."
Warnung an die Konkurrenz
Der Konkurrenz wird das eine Warnung sein, zumal Scheffler sich fühle, als würde er auf dem Golfkurs wachsen und seine Emotionen besser im Griff haben. Außer er gewinnt, dann lässt er seinen Gefühlen gerne freien Lauf.
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