Ryder Cup: Rory McIlroy und Team Europa nehmen süße Rache mit Sieg in New York gegen USA trotz übler Fan-Pöbeleien

In einer hitzigen Atmosphäre holt sich Europa den Ryder Cup gegen die USA - für Rory McIlroy war es ein besonders süßer Triumph in New York. "Ich wünschte, sie hätten die Hunde losgelassen", scherzte der Superstar nach dem 15:13-Sieg der Europäer in der aufgeheizten, feindseligen Atmosphäre von Long Island gegen die USA. Denn Polizisten mit Hunden hatten McIlroy auf dessen Runden begleiten müssen.

Europa gewinnt Ryder-Cup-Krimi in New York gegen USA

Quelle: Perform

Rory McIlroy gab seiner Frau Erica einen Kuss, umarmte sie innig - und badete dann im Champagner. "Wir werden jetzt feiern, als gäbe es kein Morgen", sagte der Golf-Superstar, nachdem die ersten Korken geknallt hatten. Gerade für McIlroy war der Triumph beim Ryder Cup nicht irgendein Erfolg, nein, der Nordire genoss eine ganz persönliche Genugtuung.
Es war der erste "Auswärtssieg" seit 2012 beim prestigeträchtigen Event - aber es werden vor allem die üblen Pöbeleien und vulgären Gesänge der US-Fans gegen McIlroy und seine Ehefrau in Erinnerung bleiben sowie die Bilder von zusätzlichen Polizeikräften, die alkoholisierte Zuschauer unter Kontrolle halten müssen. Manch einer wähnte sich nicht im schicken Bethpage State Park, sondern eher bei einem Fußball-Derby.
Polizisten mit Hunden hatten McIlroy auf dessen Runden begleiten müssen. Unsicher fühlte sich der Weltranglistenzweite daher nicht, doch die Beleidigungen der Zuschauer, die vor allem ihm und seiner Frau Erica Stoll galten, seien "nicht zu akzeptieren", sagte McIlroy: "Eigentlich sollte so etwas verboten sein, das war es in dieser Woche aber offensichtlich nicht." Auf den Anzeigetafeln am Kurs wurden Hinweise zur Etikette angezeigt: "Zuschauer, die Alkohol konsumieren, sollten dies verantwortungsvoll tun. Stark alkoholisierte Zuschauer werden des Geländes verwiesen." Nur - es half nichts.
Seine Frau sei den Attacken mit "Klasse, Haltung und Würde" entgegengetreten, sagte McIlroy. Auch der Ire Shane Lowry, der den entscheidenden Putt für die Europäer verwandelt hatte, staunte über Stoll: "Es ist unglaublich, was sie da draußen aushalten musste und wie sie dennoch ihren Mann und das Team unterstützt hat."
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Lowry macht den entscheidenden Putt zum Sieg von Team Europa

Quelle: Perform

Ryder Cup: Spieler wären fast auf Fans losgegangen

In der aufgeheizten Atmosphäre blieben McIlroy und Lowry nicht immer cool. Lowry wäre fast auf einen Fan losgegangen, sein Caddy hielt ihn zurück. McIlroy ließ sich zu einer obszönen Geste hinreißen. "Es war eine harte Woche für uns alle. Aber gleichzeitig haben wir sie durch unsere Leistung und unser Spiel zum Schweigen gebracht", sagte er: "Wir werden viel Spaß beim Feiern haben."
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McIlroy über Triumph in USA: "Feiern, als gäbe es kein Morgen"

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Die US-Golfer zeigten derweil Mitgefühl für ihre europäischen Kollegen. "Ich glaube nicht, dass irgendjemandes Sicherheit in Gefahr war", sagte Justin Thomas. Aber: "Worte tun auch weh. Es wurden definitiv einige böse Dinge gesagt, aber ich glaube nicht, dass jemand unbedingt um sein Leben fürchtete." Immerhin.
Die nächste Auflage des ewigen Golf-Duells zwischen Europa und den USA findet in zwei Jahren in Irland statt. "Das wird ein bisschen schöner sein, als hier zu spielen", sagte Lowry, und auch McIlroy kündigte an: Europa werde dafür sorgen, dass die Zuschauer des Ryder Cup 2027 wissen, dass das, "was hier diese Woche passiert ist, nicht akzeptabel ist".
(SID)
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Scheffler nach USA-Pleite: "Einer der Tiefpunkte meiner Karriere"

Quelle: Perform


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