Damit schoben sich die Kieler in der Tabelle am Kontrahenten vorbei auf Rang zwei. Kiel bleibt durch den neunten Sieg hintereinander bei zwei Minuspunkten, die Löwen haben nun sieben.
"Wir wollten unbedingt gewinnen und haben alles reingeworfen", sagte Kiels Nationalspieler Patrick Wiencek bei "Sky": "Jetzt haben wir ein Großereignis vor uns. So ein Sieg pusht uns." In der kommenden Woche greift der THW, bei dem Niclas Ekberg mit neun Treffern bester Schütze war, beim Final Four in der Königsklasse nach Europas Handball-Krone.
Bei den Löwen traf Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer am häufigsten (7 Tore). Für das Team von Martin Schwalb war es das dritte sieglose Ligaspiel binnen elf Tagen - und ein schwerer Rückschlag im Meisterrennen. "Das war stark, ein Statement des THW", sagte Schwalb bei "Sky" und monierte bei seiner Mannschaft "zu viele Fehler. Wir haben verdient verloren." Und Löwen-Kapitän Andy Schmid konstatierte: "Das war in den letzten 20 Minuten eine Lehrstunde."
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"Wir wollen jetzt da weitermachen, wo wir aufgehört haben", hatte THW-Trainer Filip Jicha vor der Partie angekündigt - und seine Spieler enttäuschten ihn nicht. Trotz einiger (teils coronabedingter) Ausfälle bestach Kiel durch sein variables und geduldiges Angriffsspiel und siegte hoch verdient.

Kiel kann am Ende sogar Kräfte sparen

Ohne ihren Kapitän Domagoj Duvnjak, der nach einer Corona-Infektion fast über die gesamte Spielzeit geschont wurde, begannen die Kieler konzentriert und dominierten das Spiel von Beginn an. Während bei den Löwen zunächst praktisch nur Gensheimer Torgefahr ausstrahlte, spielte der THW routiniert seinen Stiefel runter und baute seine Führung bis zur Pause auf vier Treffer aus.
Auch im zweiten Abschnitt ließen die Kieler, bei denen Malte Voigt auf Linksaußen (7 Treffer) ein starkes Debüt gab, den Gegner nicht recht zur Entfaltung kommen. Hinten blockten die THW-Stars um die Nationalspieler Hendrik Pekeler und Wiencek einen Wurf nach dem anderen und vorn trafen Sander Sagosen und Co. immer dann, wenn es eng zu werden drohte.
Nach einer Dreiviertelstunde führten die Gastgeber erstmals mit fünf Toren (23:18), ließen fortan nichts mehr anbrennen - und sparten am Ende sogar ein paar Körner für den Königsklassen-Showdown am Montag und Dienstag in Köln (beide Halbfinals am Montag und das Finale am Dienstag live im Free-TV bei Eurosport 1 und bei Eurosport auf Joyn!) .
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(SID)

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