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Kiel hält Anschluss
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Publiziert 09/05/2010 um 22:06 GMT+2 Uhr
Noch je zwei Spiele vor Augen, doch den Showdown bereits im Kopf: Zwei Wochen vor der mit Hochspannung erwarteten Vorentscheidung im Titelkampf haben sich die Rivalen HSV Hamburg und THW Kiel auf das heiße Duell eingeschossen.
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Nachdem die Hamburger durch 33:24 (16:9) bei der HSG Düsseldorf die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga verteidigten, zog Verfolger Kiel mit einem 38:26 (22:13)-Kantersieg bei der HSG Wetzlar nach.
"Natürlich freuen wir uns, dass wir in Wetzlar gewonnen haben. Das HSV-Spiel ist dabei tatsächlich meine größte Sorge. Alle reden nur von diesem Spiel, aber man darf die Vorbereitung auf die anderen Partien nicht vergessen. Mit diesem Spiel ist uns eine gute Vorbereitung gelungen", sagte Kiels Trainer Alfred Gislason und sandte damit eine erste Kampfansage in Richtung Hamburg.
Flensburg erlegt "Löwen"
Im Kampf um den dritten Champions-League-Startplatz für die kommende Saison hat die SG Flensburg-Handewitt einen wichtigen Sieg eingefahren. Die Norddeutschen deklassierten am Sonntag zu Hause die Rhein-Neckar Löwen 32:25 (19:8) und halten damit den Verfolger weiter auf Distanz.
Während Flensburg seinen dritten Tabellenplatz festigte, bleiben die Mannheimer nach der teils blamablen Leistung Fünfter und haben nunmehr drei Zähler Rückstand auf die SG.
Die Flensburger, die vor einer Woche das bittere Aus im Europapokal-Halbfinale verkraften mussten, dominierten den Gegner nach Belieben. "Wir haben alles richtig gemacht", jubelte Lars Christiansen, mit acht Toren bester SG-Werfer. Die Löwen waren schockiert. "Das war ein kompletter Aussetzer des gesamten Teams. Mir fehlen die Worte", sagte Nationalspieler Michael Müller.
Hamburg "war verflucht"
Eine Woche nach dem Viertelfinal-Aus in der Champions League mit dem enttäuschenden Auftritt bei Ciudad Real und dem damit geplatzten Traum vom Triple war das Hamburger Streben darauf gerichtet, wiederbelebten Kampfgeist zu demonstrieren.
"Wir waren heute verflucht, Dynamik, Stärke und Willenskraft auszustrahlen", bekannte Trainer Martin Schwalb. Das gelang seiner Mannschaft zwar nicht über die gesamte Spielzeit, aber "der Sieg war dennoch nie wirklich in Gefahr. Die Mannschaft hat sehr gut in der Abwehr gestanden und konnte mich dadurch beim Tempogegenstoß füttern", sagte Rechtsaußen Hans Lindberg, der mit 17 Treffern Garant für den Erfolg war.
Sorge bei Kiel
Kiel hat noch die vermeintlich leichten Spiele gegen den TuS N- Lübbecke und beim TSV Hannover-Burgdorf, doch alles Sinnen ist bereits auf die Partie am 22. Mai in Hamburg gerichtet. "Jeder weiß, dass jetzt 100 Prozent Konzentration auf der Zielgeraden notwendig sind", sagte Nationalspieler Dominik Klein.
Sorgen bereitet seinem Trainer, dass Torjäger Filip Jicha mit einer Wadenblessur außer Gefecht gesetzt ist. "Wir werden alles geben, ihn bis zum HSV-Spiel wieder fit zu bekommen", versprach Gislason, dessen Team einen Punkt Rückstand auf den Nord-Rivalen aufweist und in der Hinrunde in eigener Halle ein wenig erbauliches 29:29 hatte hinnehmen müssen.
Zittersieg für Lemgo
Unterdessen haben die Europacup-Finalisten TBV Lemgo (EHF-Pokal) und VfL Gummersbach (Cupsieger-Wettbewerb) vor ihrem Aufeinandertreffen zwar ihr Punktekonto aufbessern, aber nur zum Teil Selbstvertrauen tanken können.
Lemgo zitterte sich vor heimischer Kulisse zu einem 27:26 (14:15) gegen den Abstiegskandidaten TSV Dormagen, den Mark Schmetz mit einem verwandelten Siebenmeter erst 22 Sekunden vor Schluss perfekt machte. "Wir können nur sagen, dass wir als glücklicher Sieger vom Platz gegangen sind, von daher bin ich zufrieden", gab Lemgos Trainer Volker Mudrow zu.
Gummersbach feierte einen letztlich ungefährdeten 30:27 (17:14)- Erfolg bei GWD Minden und verstärkte damit zugleich die Abstiegsnöte beim Tabellenletzten aus Ostwestfalen. "Wir haben eine gute Leistung gezeigt und das Spiel souverän für uns entschieden. Gegen Lemgo haben wir nun ein wichtiges und sehr schweres Spiel vor uns", erklärte VfL-Trainer Sead Hasanefendic mit Blick auf das Duell der Tabellen- Nachbarn.
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