Der THW Kiel hat zum vierten Mal die Champions League gewonnen. Im Finale bezwang die Mannschaft von THW-Trainer Filip Jícha den favorisierten FC Barcelona mit 33:28 (19:16).
Das Champions-League-Finale hatte in der ersten Halbzeit ein sehr hohes spielerisches Niveau. Der THW Kiel ging zwar als Außenseiter in die Partie, war dem FC Barcelona in der ersten Halbzeit aber überlegen.
Miha Zarabec erzielte das erste Tor des Spiels, Aron Pálmarsson glich schnell aus. Die Katalanen versuchten von Beginn an, ihr Tempospiel aufzuziehen. Da Kiel sich im Angriff aber nur wenige technische Fehler leistete und eine sehr starke Chancenverwertung hatte, blieb Barcelona häufig nur das Mittel der Schnellen Mitte nach Anwürfen.
Handball
Handball: Barcelona erster Champions-League-Finalist
05/01/2021 AM 09:46
Wenn Barcelona den Angriff aus dem gebundenen Spiel aufbaute, hatten die Zebras nur in der Anfangsphase Probleme. Sander Sagosen sah schon in der 11. Minute seine zweite Zwei-Minuten-Zeitstrafe. Danach verteidigte Kiel sehr entschlossen, war griffig in den Zweikämpfen und fuhr einige Tempogegenstöße. Die Konsequenz: Die Kieler setzten sich etwas ab. Niclas Ekberg traf per Sieben-Meter zum 9:7 (13.), Sagosen zum 10:8 (15.) und Hendrik Pekeler sogar zum 13:9 (19.).

Kiel bleibt konzentriert - Barça läuft vergebens an

Doch in der Phase danach wurde der spanische Vertreter wieder besser. Vor allem Gómez Abelló erzielte wichtige Tore von der Linksaußen-Position, Dika Mem traf zum 15:15-Ausgleich (27.). In den letzten Minuten vor dem Pausenpfiff erhöhte Kiel aber wieder Tempo und Konzentration und erspielte sich eine 19:16-Halbzeitführung.
In der zweiten Halbzeit hielt der THW Kiel die taktische Leistung auf einem sehr hohen Niveau. Barcelona versuchte im Angriff schnell zum Torabschluss zu kommen, Kiel zog sich schnell zurück und verschob dann sehr diszipliniert. Im Angriff agierten die Kieler häufig mit dem siebten Feldspieler und spielten die Angriffe diszipliniert zu Ende.
Auf diese Weise hielten die Kieler ihren Vorsprung bei vier bis fünf Toren Vorsprung. In der 46. Minute traf Ekberg zum 26:21. Doch danach erwischte der THW im Angriff eine lange Durststrecke. Mehr als sechs Minuten lang gelang kein Treffer. Weil aber die Abwehr weiterhin gut stand und Torhüter Niklas Landin ein sicherer Rückhalt war, konnte Barcelona das Spiel nicht drehen.
Als Weinhold in der 53. Minute zum 27:23 traf, brachte der Rückraumspieler seine Mannschaft in der spannenden Schlussphase auf die Siegerstraße. Abelló verkürzte noch zum 25:28, doch in den Schlussminuten waren die Zebras die nervenstärkere Mannschaft und brachten den Sieg ins Ziel.
Barcelona war der Favorit. Dass der THW Kiel den Champions-League-Titel mit einem 33:28-Sieg gewinnen und dabei in 60 Minuten nur einmal (beim 2:3 in der 4. Minute) in Rückstand geraten würde, hätte vorher niemand gedacht. So krönten sich die Kieler zum vierten Mal zur besten Vereinsmannschaft Europas.
Das könnte Dich auch interessieren: Schwere Aufgabe: Kiel will auf Europas Thron zurück

"Das ist es!" Wiencek stellt die Weichen endgültig auf Sieg

Champions League
PSG hält Veszprém in Schach und sichert sich Platz drei
29/12/2020 AM 18:30
Champions League
Drama samt Verlängerung: Kiel sensationell im Finale
28/12/2020 AM 21:26