Imago

Nach Norwegen-Coup: Deutsche Handballerinnen verlieren klar gegen Rumänien

Erster Rückschlag: Deutschland verliert klar gegen Rumänien
Von SID

03/12/2018 um 19:41Aktualisiert 05/12/2018 um 17:46

Dem Höhenflug folgte der schnelle Dämpfer: Die deutschen Handballerinnen haben nach dem Überraschungscoup gegen Norwegen bei der EM in Frankreich ihr zweites Gruppenspiel verloren und müssen um das Erreichen des Minimalziels Hauptrunden-Qualifikation bangen. Die Mannschaft von Henk Groener unterlag in Brest dem EM-Fünften Rumänien nach einer schwachen Vorstellung verdient mit 24:29 (11:14).

Kreisläuferin Julia Behnke war mit acht Toren die mit Abstand erfolgreichsten Werferin der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB), die zum Abschluss in Gruppe D am Mittwoch (18.00 Uhr/Eurosport und sportdeutschland.tv) gegen Tschechien antritt - auf den Tag genau 25 Jahre nach dem Gewinn des letzten großen Titels bei der WM 1993 wird der Druck groß sein.

"Wir haben gegen Norwegen gezeigt, dass wir auf dem höchsten Niveau spielen können. Unsere Aufgabe ist es nun, das zu wiederholen. Rumänien wird uns alles abverlangen, unser Tempospiel ist wieder gefragt", hatte Groener vor der Partie erklärt.

Früher Rückstand

In Brest hatte die deutsche Mannschaft aber zwei Tage nach dem 33:32 gegen die hochfavorisierten Skandinavierinnen von Beginn an mit erheblichen Konzentrationsproblemen zu kämpfen. Nach fünf Minuten lag die DHB-Auswahl bereits 1:5 im Hintertreffen, nach neun Minuten (3:6) nahm Groener seine erste Auszeit.

Obwohl sich die Rumäninnen in der Folge mit Zeitstrafen selbst schwächten, blieben die Chancenverwertung und die defensive Stabilität die Schwachstellen der deutschen Mannschaft. In erster Linie war es Behnke mit ihren fünf Toren bis zum Seitenwechsel zu verdanken, dass die Partie nicht bereits nach 30 Minuten entschieden war.

Auch in der zweiten Hälfte konnte die deutsche Auswahl ihre Schwächen allerdings nicht abstellen, die überragende rumänische Torfrau Denisa Dedu brachte den Rückraum um Top-Talent Emily Bölk immer wieder zur Verzweiflung.

Aufseiten der Rumäninnen gab es neben dem vorzeitigen Einzug in die Hauptrunde, für die sich die besten drei Teams jeder Gruppe qualifizieren, weiteren Grund zur Freude: Cristina Neagu war fünfmal erfolgreich, damit setzte sich die dreimalige Welthandballerin mit 206 EM-Toren an die Spitze der ewigen Bestenliste.

0
0