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EM-Quali: Deutsche Handballerinnen haben EM-Ticket praktisch sicher - EHF wertet Belarus-Spiele für Gegner
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Publiziert 04/03/2022 um 11:44 GMT+1 Uhr
Trotz der Niederlage gegen die Niederlande am Donnerstag (25:31) haben die deutschen Handballerinnen das EM-Ticket praktisch sicher. Nach dem Ausschluss belarussischer und russischer Teams wertete die Europäische Handballföderation (EHF) am Freitag das ursprünglich für April vorgesehene deutsche Qualifikationsspiel in Belarus mit 10:0 Toren und 2:0 Punkten für Deutschland.
Die DHB-Frauen sind quasi für die EM qualifiziert
Fotocredit: SID
Auf der zweieinhalbstündigen Busfahrt von Düsseldorf nach Rotterdam erreichte Emily Bölk und ihre Mitspielerinnen am Freitagvormittag eine wichtige Nachricht. Die Quintessenz daraus: Die EM-Qualifikation der deutschen Handballerinnen ist trotz der Niederlage gegen die Niederlande am Vortag (25:31) quasi fix.
Die Europäische Handballföderation (EHF) wertete das ursprünglich für April noch ausstehende Auswärtsspiel beim suspendierten belarussischen Team mit 2:0 Punkten und 10:0 Toren für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB). Die Teilnahme an der Europameisterschaft in Slowenien, Nordmazedonien und Montenegro im November ist somit "sehr nah", wie auch Axel Kromer feststellte.
Dies sei angesichts der furchtbaren Bilder aus der Ukraine aber "zweitrangig", bekräftigte der DHB-Sportvorstand: "Wir sind erleichtert, dass wir mit unserer Frauen-Nationalmannschaft im April nicht nach Belarus reisen müssen. Was bleibt, ist das Entsetzen angesichts dieses schrecklichen Kriegs."
Nach dem ersten Teil des Handball-Doppelpacks gegen die Niederlande hatten die DHB-Frauen zusammen mit dem Gegner hinter einem Banner mit der Aufschrift #StandwithUkraine ein starkes Zeichen gesetzt. Anschließend richtete sich der Blick wieder auf sportlichen Herausforderungen.
Ein Sieg zum sicheren Weiterkommen
Ein Sieg in den beiden ausstehenden Quali-Spielen reicht der DHB-Auswahl nun definitiv zur EM-Teilnahme. Am Samstag (16:00 Uhr) wird dieser im zweiten Niederlande-Spiel binnen 48 Stunden sehr schwer, spätestens im April im Auswärtsspiel beim krassen Außenseiter Griechenland dürfte Deutschland das Ticket dann aber lösen. Im Hinspiel hatte das Team von Bundestrainer Henk Groener die Griechinnen 36:10 deklassiert.
Auf der Reise ins Nachbarland hieß es am Freitag vor allem: Kraft tanken! "Es geht darum, dass wir wieder frisch werden", sagte die abgekämpfte Kapitänin Bölk nach der deutlichen Niederlage gegen den Weltmeister von 2019 in Krefeld - in einem Spiel, das dem deutschen Team seine Grenzen aufgezeigt hatte. Groener musste nach dem defensiven Einbruch im zweiten Abschnitt feststellen: "Einige Spielerinnen haben viele Kräfte gelassen."
Während das DHB-Team im ersten Abschnitt in der Deckung noch einen sehr gute Arbeit geleistet hatte, ging ihm nach der Pause die Puste aus. 21 Gegentore allein im zweiten Durchgang waren auch die Folge der fehlenden Qualität auf der Bank. "Wenn man vergleicht, wie Holland wechseln kann und wir, dann haben die schon einen breiteren Kader", räumte Groener ein.
Und so wäre ein Sieg am Samstag in Rotterdam eine große Überraschung des deutschen Teams, das unverändert nach spielerischer Konstanz sucht. Zudem soll der weiter zu harmlose Positionsangriff auf höchstem Niveau weiterentwickelt werden.
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(SID)
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