Handball EM 2024: DHB-Team vor EM-Auftakt in Düssldorf - "Krasse" Weltrekord-Kulisse soll Handballer beflügeln

Die deutschen Handballer fiebern der Weltrekordkulisse beim EM-Auftakt gegen die Schweiz entgegen. Der Umbau der Düsseldorfer Arena war ein Mammutprojekt, Restzweifel an der Handballtauglichkeit bleiben. "Es ist sehr beeindruckend, das Ganze aufgebaut zu sehen. Wir sind gut in der Zeit und werden rechtzeitig fertig werden", sagte DHB-Vorstandschef Mark Schober am Dienstag in Köln.

So wurde die Düsseldorfer Fußball-Arena zum Handball-Tempel

Quelle: SID

Juri Knorr erwartet eine "krasse" Atmosphäre, Philipp Weber verspürt "richtig, richtig Bock" auf "etwas Einzigartiges" und bei Andreas Wolff läuft längst das "Kopfkino". Allein der Gedanke an die Weltrekord-Kulisse von 53.000 Zuschauern beim EM-Auftakt gegen die Schweiz elektrisiert die deutschen Handballer.
Die Atmosphäre in der gigantischen Düsseldorfer Arena soll die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason beim Start in ihre Medaillen-Jagd am Mittwoch (20:45 Uhr) beflügeln.
Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich angekündigt. "Vor mehr als 50.000 Leuten Handball spielen zu dürfen, hätte ich als kleines Kind nicht für möglich gehalten", sagte Timo Kastening vor dem bislang beispiellosen Spektakel zu Beginn der Heim-Europameisterschaft.
Für den Umbau des Fußball-Stadions, wo sonst Zweitligist Fortuna Düsseldorf seine Heimspiele austrägt, zum Handball-Tempel hat der DHB keine Kosten und Mühen gescheut. 25 Kilometer Kabel wurden verlegt, 9000 Extrasitze verbaut und riesige Videobeamer montiert - hinter dem anvisierten Weltrekord steckt ein logistisches Mammutprojekt.

Bahnstreik bereitet DHB Sorge

"Es ist sehr beeindruckend, das Ganze aufgebaut zu sehen. Wir sind gut in der Zeit und werden rechtzeitig fertig werden", versicherte DHB-Vorstandschef Mark Schober am Dienstag in Köln.
Sorgen bereitet dem Verband dagegen der bevorstehende Bahnstreik. Mannschaften, Gäste und Offizielle sollen durch einen Sonderfahrplan ans Ziel kommen. Zudem appellierte Schober an Fans, andere Transportmöglichkeiten zu nutzen und gegebenenfalls Fahrgemeinschaften zu bilden.
Das deutsche Team blickt unterdessen mit unbändiger Vorfreude, aber auch mit gehörigem Respekt auf den Turnierstart. Das liegt zum einen an den stark einzuschätzenden Eidgenossen um Bundesliga-Ikone Andy Schmid. Zum anderen aber am ungewohnten Rahmen. "Hoffentlich ist es nicht zu kalt in der Halle", sagte Gislason sorgenvoll. Zur Anwurfzeit werden in Düsseldorf Minusgrade erwartet.
Dennoch sollen es auf dem Spielfeld 18 bis 20 Grad werden. Das Dach wird geschlossen sein, Heizstrahler regeln die Temperatur. Soweit die Theorie. Wie es sich praktisch anfühlen wird, wird die DHB-Auswahl aber erst bei einem Training in der Arena erahnen können. Dass die Abläufe am Spieltag rund um die Eröffnungsshow andere sein als sonst, macht das Ganze noch einmal komplizierter.

Rekord-Weltmeister Frankreich wartet

"Jeder muss mental stark sein", sagte Kastening. Das Duell mit der Schweiz ist in der Vorrundengruppe A, in der mit Rekord-Weltmeister Frankreich ein dicker Brocken und Nordmazedonien im zweiten Spiel eine Wundertüte wartet, wegweisend.
Gislason ist vor der besonderen Kulisse nicht bange. "Ich denke nicht, dass ein Juri Knorr groß darüber nachdenkt, ob es 20.000 oder 50.000 Menschen sind", sagte der Isländer im "SID"-Interview. Auf eine Nachnominierung nach der Verletzung von Patrick Groetzki verzichtete der Isländer am Montag, versetzte die beiden Außenspieler Lukas Zerbe und Tim Nothdurft aber in Bereitschaft.
Seit dem 2. Januar wurde in der Düsseldorfer Arena geschraubt, gehämmert und gebohrt. An den Baumaßnahmen waren bis zu 400 Mitarbeiter beteiligt. "Der logistische Aufwand war enorm", sagte Thomas Freyer, Leiter Internationale Veranstaltungen beim Deutschen Handballbund (DHB), dem SID. "Wir setzen das Highlight gleich an den Anfang. Wir hoffen, dass wir von der Euphorie, die wir hier entfachen, die gesamte EM bis zum 28. Januar getragen werden."
(SID)
picture

Fokus auf Heim-EM: DHB-Team will "Euphorie entfachen"

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung