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Kreuzbandriss bei Velyky?
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Publiziert 19/01/2008 um 23:10 GMT+1 Uhr
Nationalspieler Oleg Velyky ist schwerer verletzt als zunächst angenommen. Bei der Verletzung des Rückraumspielers vom HSV Hamburg im Auftaktspiel der deutschen Mannschaft bei der Europameisterschaft in Norwegen soll es sich um einen Kreuzbandriss im rech
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Fotocredit: Eurosport
Ursprünglich war bei Velyky in Bergen der Einriss des Außenmeniskus diagnostiziert worden. Die Verletzung hatte er in der 4. Minute des Auftaktspiels gegen Weißrussland erlitten. Bei einer Untersuchung im Vorfeld der geplanten Operation in Heidelberg wurde nun der Riss des Kreuzbandes festgestellt.
Bundestrainer Heiner Brand reagierte am Samstagabend zurückhaltend auf die neuerliche Hiobsbotschaft. "Wir müssen abwarten, was die Operation erbringt. Dann werde ich mir darüber Gedanken machen", sagte der Gummersbacher. Fraglich ist, ob der Eingriff wie angesetzt an diesem Montag stattfindet. Im Gespräch ist eine Verschiebung auf Mittwoch.
Der deutsche Mannschaftsarzt hatte schon nach der ersten Untersuchung weitere Schäden im Knie von Velyky nicht ausgeschlossen. "Was den Operateur bei einem voroperierten Knie erwartet, kann man nicht sagen", sagte Berthold Hallmaier und deutete damit mögliche Probleme an. Denn der Rückraumspieler hatte bereits 2006 im gleichen Knie einen Kreuzbandriss und deswegen die EM in der Schweiz verpasst.
"Wir alle müssen Oleg helfen"
Velyky bleibt damit das Sorgenkind des deutschen Männer-Handballs. Zunächst hatte ihn eine inzwischen überstandene Hautkrebserkrankung zurückgeworfen, dann folgte der erste Kreuzbandriss. Im vorigen Jahr musste der erst kurz vor der EM von den Rhein-Neckar Löwen zum HSV Hamburg gewechselte Handballer wegen einer Sehnenverletzung unter dem Fuß auf die Heim-WM verzichten. "Oleg nimmt diese Dinge mittlerweile gefasst auf, auch wenn er geknickt war", hatte Brand noch vor dessen Abreise von der EM mit Blick auf die Verletzungsliste gesagt.
Unter Umständen droht Velyky gar das Ende seiner Karriere. "Das Kreuzband ist durch. Oleg ist fix und fertig", wird Löwen-Manager Storm in der "Bild am Sonntag" zitiert. Für rund 200.000 Euro war Velyky vorzeitig aus Mannheim nach Hamburg gewechselt. "Das Geld ist Nebensache. Der Mensch Velyky liegt mir am Herzen. Wir müssen alle Oleg helfen, damit er den Mut nicht verliert und wieder auf die Beine kommt", sagte HSV-Präsident Andreas Rudolph.
Wie schwer der Verlust von Velyky wiegt, zeigte sich am Samstag beim 28:24-Arbeitssieg der deutschen Handballer gegen Ungarn und dem damit gemeisterten vorzeitigen Einzug in die Hauptrunde. Gerade in kritischen Phasen wurde die individuelle Klasse des Leistungsträgers schmerzlich vermisst. "Ich will nicht alles an Oleg festmachen. Er tut jeder Mannschaft gut, wenn er mitspielt", erklärte Brand.
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