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Frauen-WM

Modus, Favoriten, Ziele: Fragen und Antworten zur Handball-WM der Frauen

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Emily Boelk DHB-Frauen

Fotocredit: Getty Images

VonEurosport
28/11/2019 Am 11:19 | Update 28/11/2019 Am 14:44

Für die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen steht nach der verkorksten EM im vergangenen Jahr das nächste große Turnier vor der Tür. Bei der WM in Japan wollen die DHB-Damen wieder ganz oben angreifen. Doch wie steht es mit der Konkurrenz? In welchem Modus wird das Turnier gespielt? Und wo findet das Ganze überhaupt genau statt? Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Handball-WM.

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Was steht an?

Frauen-WM

Top-Platzierung und Olympia-Ticket: Groener vor kniffligem WM-Job

28/11/2019 AM 10:53

Die 24. Handball-Weltmeisterschaft der Frauen startet am Samstag im japanischen Kumamoto. Titelverteidiger ist Frankreich, größte bisherige Erfolge der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) sind der WM-Titel 1993 und die dritten Plätze von 1965, 1997 und 2007. Beim Heim-Turnier vor zwei Jahren sprang zuletzt nur ein enttäuschender zwölfter Rang heraus, davor die Plätze 13 (2015) und 7 (2013). Rekord-Weltmeister ist Russland mit sieben Titeln.

In welchem Modus wird gespielt?

In Japan geht es zurück zum Spielsystem von 2009: Die Vorrunde wird in vier Sechsergruppen ausgetragen. Die ersten drei Mannschaften jeder Gruppe ziehen in die Hauptrunde mit zwei Sechsergruppen ein. Die beiden bestplatzierten Mannschaften der beiden Hauptrundengruppen erreichen das Halbfinale, die Drittplatzieren spielen um Rang 5, die Viertplatzierten um den siebten Platz. Die Medaillenspiele am 15. Dezember bilden den Abschluss der WM.

Wer sind die Favoriten?

Welt- und Europameister Frankreich startet als Topfavorit. Zudem wird Rekord-Europameister Norwegen hoch gehandelt. Auch Olympiasieger Russland und die Niederlande, die bei Großturnieren seit vier Jahren stets das Halbfinale erreichten, haben gute Chancen auf den großen Wurf und damit die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

Was spricht für Deutschland?

Nicht viel. Zumindest nicht in Sachen Titel. Bundestrainer Henk Groener verfügt zweifelsfrei über ein talentiertes Team mit hoffnungsvollen Einzelspielerinnen wie Emily Bölk (21) oder Alicia Stolle (23). Die Mannschaft muss bei dem Turnier in Japan nun allerdings den nächsten Schritt machen. Vor allem in Stresssituationen wie zuletzt im Achtelfinale der Heim-WM (17:21 gegen Dänemark) oder den verlorenen Spielen der EM-Hauptrunde im vergangenen Jahr (am Ende Platz 10) gilt es, diesmal die Ruhe zu bewahren, um das große Ziel zu erreichen.

Wie lautet die Zielsetzung?

Platz sieben. Mindestens. Nur mit einem Platz unter den ersten sieben wahren Kapitänin Kim Naidzinavicius und Co. ihre Chance auf eines der begehrten Olympia-Tickets, die bei Qualifikationsturnieren im März vergeben werden. Allein das wird verdammt schwer, denn schon die Vorrundengruppe hat es in sich: Deutschland trifft in Gruppe B auf Panamerikameister Brasilien (30. November), Außenseiter Australien (1. Dezember), Handball-Großmacht Dänemark (3. Dezember), Frankreich (4. Dezember) und Asienmeister Südkorea (6. Dezember).

Wo sind die deutschen Spiele zu sehen?

Alle deutschen WM-Spiele werden im Internet auf Sportdeutschland.tv zu sehen sein. Im Fernsehen wird es dagegen keine Live-Bilder aus Japan geben.

Was noch zu sagen wäre?

"Olympia ist das große Ziel, das wir erreichen wollen. Dafür kämpfen wir, dafür fahren wir dahin, dafür treten wir an." (Nationalspielerin Emily Bölk)

(SID)

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