Ivan Horvat nach Horror-Foul gegen Markus Mahr über zwei Jahre bis 2027 gesperrt - offener, mehrfacher Nasenbeinbruch

Das unabhängige Gericht des Österreichischen Handballbundes (ÖHB) hat Handball-Profi Ivan Horvat bis zum 30. Juni 2027 gesperrt. Der ehemalige Bundesligaspieler der SG Flensburg-Handewitt hatte seinem Gegenspieler Markus Mahr im Meisterschaftsviertelfinale zwischen Bregenz Handball und Alpla HC Hard mit einem Schlag ins Gesicht einen offenen und mehrfachen Nasenbeinbruch zugefügt.

Ivan Horvat - hier 2021 für den Alpla HC Hard im Einsatz - ist bis zum Sommer 2027 gesperrt.

Fotocredit: Getty Images

Sperren sind nach harten Foulspielen in Teamsportarten wie Fußball, Eishockey oder Handball gang und gäbe - die Sperre, die der kroatische Handball-Profi Ivan Horvat (32) nun erhält, sprengt aber die bekannten Dimensionen.
Horvat, von 2016 bis 2018 beim deutschen Topklub SG Flensburg-Handewitt unter Vertrag und aktuell beim siebenfachen österreichischen Meister Alpla HC Hard angestellt, wird - nach jetzigem Stand - bis zum 30. Juni 2027 zuschauen müssen.
"Auf Basis der vorliegenden Beweismittel hat das Handballgericht das Foul von Ivan Horvat als grob unsportliches Verhalten im Sinne der ÖHB-Bestimmung 7.3.1 eingestuft, das zudem eine schwere Verletzung nach sich zog", begründete das Gericht seine drastische Entscheidung.
Das ÖHB-Regelbuch legt bei solchen Situationen eine Sperre von acht Pflichtspielen bis zu vier Jahren fest.

Schlag führt zu offenem Nasenbeinbruch

Zu besagtem Horror-Foul kam es im zweiten Spiel der Viertelfinal-Serie in der österreichischen Meisterliga zwischen Bregenz und Hard. Rückraumspieler Markus Mahr suchte auf der halb-rechten Position das Eins-gegen-Eins-Duell und schien relativ leicht an Horvat vorbeizukommen - bis ihn ein Schlag seines Gegenspielers im Gesicht traf.
Mahr spürte direkt, dass es sich nicht um ein normales Foul handelte, wälzte sich vor Schmerzen am Boden, blutete stark und war selbst mithilfe einiger Betreuer nicht in der Lage, auf den Beinen zu bleiben.
Die Diagnose: Offener, mehrfacher Nasenbeinbruch. Mahr wurde sofort operiert.
Horvat sah die Blaue Karte - die im Handball einen Ausschluss für das laufende Spiel und mindestens ein Spiel Sperre bedeutet - und verfolgte von der Tribüne, wie sich seine Mannschaft mit 30:29 durchsetzte und den Halbfinal-Einzug klarmachte.
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Ivan Horvat trifft Markus Mahr mit der Hand an der Nase // Screenshot: ORF

Fotocredit: Eurosport

Horvat nur bedingt reumütig

Der 32-Jährige äußerte sich nach dem Spiel im Interview - logischerweise noch ohne Kenntnis über die lange Sperre.
"Ich will mich bei ihm entschuldigen, das war sicher keine Absicht. Ich habe gehofft, dass es nicht so schlimm ist", sagte Horvat am "ORF"-Mikrofon, schob aber hinterher: "Ich meine, Handball ist Kontaktsport, solche Sachen passieren. Es ist nie schön, wenn man so etwas macht."
In einer Frist von zwei Wochen können Horvat und der Alpla HC Hard Berufung gegen das Urteil einlegen.
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Dramatische Schlussphase: Thüringer HC siegt knapp in Play-offs

Quelle: Eurosport


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