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Sascha Gladun kritisiert Gaststartrecht für ukrainischen Meister HK Motor Saporoschje in 2. Liga
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Publiziert 09/06/2022 um 12:20 GMT+2 Uhr
Sascha Gladun, früherer Bundesliga-Profi und jetziger Generalsekretär des ukrainischen Handballverbandes, hat das Gaststartrecht für den ukrainischen Meister HK Motor Saporoschje in der 2. Bundesliga kritisiert. "Was mich ein bisschen überrascht, ist die Tatsache, dass wir noch keinerlei schriftliche Bestätigungen haben", sagte Gladun dem Sport-Informations-Dienst (SID) am Donnerstag.
Motor Saporoschje ist aktueller ukrainischer Meister
Fotocredit: SID
"Ich habe noch kein Dokument gesehen, nicht über die Absicht des Klubs. Nicht über irgendwelche Sitzungen. Und auch noch keinerlei schriftliche Nachweise von der Handball-Bundesliga. Das überrascht mich ein bisschen. Die Sache ist richtig kompliziert", so Gladun.
Grundsätzlich gebe es zwei Seiten, die man bei dem Thema beachten müsse. Sportlich, sozial und menschlich sei "es natürlich eine riesige Geschichte, dass Spieler und Familien in Sicherheit sind und das Team in der stärksten 2. Liga der Welt spielen darf", sagte Gladun.
Doch wenn man grünes Licht für die Wiederaufnahme der ukrainischen Liga bekomme, "dann starten wir auch. Und dann ist die Frage: Was ist mit Saporoschje?"
Der Präsident des ukrainischen Verbandes, Andrij Melnik, sei laut Gladun, ständig mit dem ukrainischen Sportministerium und mit dem Nationalen Olympischen Komitee in Kontakt.
Liga-Start in der Ukraine weiter unklar
"Wir warten auf Anweisungen von der ukrainischen Staatsführung bezüglich der ukrainischen Meisterschaft", sagte Gladun. Noch sei die kommende Saison völlig unklar. Der Plan der Handball-Bundesliga (HBL) sieht unterdessen vor, dass das ukrainische Spitzenteam in der kommenden Saison als 20. Mannschaft - allerdings außerhalb der sportlichen Wertung - am Spielbetrieb der 2. Liga teilnimmt.
Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt sorgt für die Unterbringung des Teams und der Familien. Seine Heimspiele wird Saporoschje, das sich durch die Spiele die nötige Spielpraxis für die Champions League holt, im über 3000 Zuschauer fassenden Castello in Düsseldorf absolvieren.
Für Frank Bohmann ist die temporäre Aufnahme des ukrainischen Meisters in die 2. Bundesliga "ein Akt der Menschlichkeit". "Wir wollen ein Zeichen für den Frieden setzen und den Handballern die Möglichkeit geben, ihren Beruf weiter auszuüben. Zugleich wollen wir sie vor russischen Raketen beschützen", sagte der HBL-Geschäftsführer im "SID"-Interview.
Laut Bohmann war ein Mitwirken des HK Motor in Liga eins "aus spielorganisatorischen Gründen" nicht realisierbar: "Die Spielpläne waren lange gemacht, die Hallen gebucht. Zudem haben wir in der 1. Liga aufgrund der internationalen Verpflichtungen eine viel, viel engere Taktung." Der Saisonstart für den mehrmaligen Champions-League-Teilnehmer erfolgt Anfang September. Saporoschje wird in der Ligatabelle während der gesamten Spielzeit geführt, erst zum Saisonende werden die Ergebnisse des Vereins herausgerechnet.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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