U19-WM: DHB-Helden wecken nach Sieg im Krimi in Kairo gegen Spanien große Hoffnungen auf goldene Handballzukunft

Die U19-Junioren krönen sich in Kairo erstmals zum Weltmeister. Bundestrainer Alfred Gislason prophezeit eine vielversprechende Zukunft. Der 65-Jährige könnte selbst noch vom Triumph der Nachwuchsmannschaft profitieren. Schließlich ist zu erwarten, dass es durchaus das ein oder andere der Talente in den A-Kader für die Heimweltmeisterschaft 2027 in zwei Jahren schafft.

Die deutsche U19 triumphierte bei der WM im Finale gegen Spanien

Fotocredit: Getty Images

80 Minuten hatten die deutschen WM-Helden gekämpft, am Ende entschied ein einziger Wurf. Spaniens achter Siebenmeter flog auf das DHB-Tor, doch Anel Durmic, gerade erst eingewechselt, riss die Hand hoch und parierte.
Für einen Moment herrschte Stille, dann brach Jubel aus. Sekunden später lagen sich die deutschen U19-Handballer auf dem Parkett von Kairo in den Armen – Weltmeister, erstmals überhaupt in dieser Altersklasse. Selbst Männer-Bundestrainer Alfred Gislason jubelte mit.
"Ein phänomenaler Titel für eine Mannschaft, von der wir uns sehr viel versprochen haben", lobte Gislason im Anschluss an einen Triumph, der im Lager des Deutschen Handballbundes (DHB) für große Zuversicht mit Blick auf die Zukunft sorgte. "Von den deutschen und spanischen Jungs werden wir in den kommenden Jahren einige auch in den A-Nationalmannschaften wiedersehen."
Das Endspiel gegen Spanien war ein Drama bis zum letzten Wurf. 41:40 hieß es am Ende nach zwei Verlängerungen und Siebenmeterwerfen, nachdem die DHB-Auswahl in der regulären Spielzeit fast permanent einem Rückstand hinterhergelaufen war.

Ist die DHB-Zukunft jetzt?

Noch kurz vor Ende der zweiten Verlängerung lagen die Deutschen mit drei Toren zurück. Doch die Mannschaft bäumte sich auf, kämpfte sich zurück und schrieb deutsche Handballgeschichte.
Auch DHB-Sportvorstand Ingo Meckes hob die Bedeutung des Erfolgs hervor. "Mit der Goldmedaille krönen wir einen außergewöhnlichen Nachwuchssommer mit drei Goldmedaillen und einer Silbermedaille in sechs Turnieren", sagte er: "Das zeigt das große Potenzial unserer Talente und sorgt für große Vorfreude auf die kommenden Jahre."
Die Zukunft rückt damit in den Mittelpunkt. 2027 wird die WM in Deutschland ausgetragen – ein Turnier, bei dem die heutige U19-Generation bereits als Teil des A-Teams für Furore sorgen soll.
Namen wie Finn Knaack, Tim Schröder oder Jan Grüner spielten sich in Ägypten in den Vordergrund und könnten Gislasons Zukunftsprognose gerecht werden. Knaack und Schröder wurden ins All-Star-Team gewählt, Grüner war mit 44 Treffern bester Werfer der deutschen Auswahl.

Vergleiche zur U21, die 2023 Weltmeister wurde

Ein vergleichbarer Weg war bereits im Jahr 2023 zu sehen, als die deutsche U21 in Berlin Weltmeister wurde. Mit David Späth schaffte ein Schlüsselspieler dieses Kaders den direkten Sprung in die A-Nationalmannschaft, wo er inzwischen fest zum Kader gehört.
Dies zeigt, dass die Nachwuchstitel nicht nur kurzfristige Erfolge sind, sondern nachhaltige Wirkung entfalten können. Gislasons Einschätzung, dass viele dieser Spieler schon bald im A-Team auftauchen werden, bekommt dadurch zusätzlichen Nachdruck – besonders mit Blick auf die Heim-WM 2027, die für die jungen Talente zur Bühne werden könnte.
(SID)
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Quelle: SID


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