Olympia 2021: Hockey-Bundestrainer Kais al Saadi fordert Reaktion seiner Männer - "Brauchen ehrliche Worte"

Endspiel ums Viertelfinale: Nach einer völlig unnötigen 3:4-Niederlage gegen Südafrika wird der Kampf um den Einzug in die K.o.-Runde für die deutschen Hockey-Männer zur Zitterpartie. Bundestrainer Kais al Saadi will von seinen Spielern eine Reaktion sehen, um das olympische Turnier wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Mit der Niederlande wartet allerdings ein guter Gegner.

Die deutschen Hockey-Herren sind zum Siegen verdammt.

Fotocredit: Getty Images

Kais al Saadi kochte vor Wut. "Mit so einem Gestolpere von A bis Z wird das natürlich nichts", schimpfte der Bundestrainer nach der blamablen 3:4-Niederlage der deutschen Hockey-Männer. Statt sich wie geplant vorzeitig für die K.o.-Runde zu qualifizieren und angesichts fast unerträglicher Hitze ein paar Körner zu sparen, wird der Kampf um das Viertelfinale nun zur Zitterpartie.
"Wir brauchen jetzt klare ehrliche Worte. Da muss Tacheles gesprochen werden", sagte al Saadi. Mit seinem Taktikbrett in der Hand und in vielen Einzelgesprächen begann der Coach noch auf dem Platz mit der Fehleranalyse. Mit Blick auf das entscheidende Gruppenspiel gegen den Rio-Olympiazweiten Niederlande am Freitag (13:45 Uhr live bei Eurosport) forderte er eine Reaktion seiner Spieler und beschwor den Teamgeist.
"Wir müssen jetzt zeigen, dass die mannschaftliche Geschlossenheit, die wir immer wieder herausstreichen, kein Blabla ist, sondern genau für diese Momente da ist", sagte al Saadi. Nun gelte es "den Hass und die Wut" mitzunehmen und "mit einer Top-Performance zu antworten".
Nach bislang zwei Siegen und zwei Niederlagen benötigt Deutschland für den sicheren Einzug in die Runde der letzten Acht im letzten Gruppenspiel ein Remis.
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Große Überraschung: Hockey-Männer verlieren gegen Südafrika

Quelle: Eurosport

Turnier gleicht einer Achterbahnfahrt

Kapitän Tobias Hauke, der mit dem behäbigen Auftritt gegen das zuvor noch punktlose Südafrika natürlich auch ganz und gar nicht zufrieden war, beschwichtigte die aufgebrachten Gemüter. "Wir haben es noch in der eigenen Hand", sagte der Goldmedaillen-Gewinner von London: "Es gehört zu unseren Stärken, dass wir es schaffen, innerhalb kürzester Zeit aufzustehen und zu zeigen, was wir können." Und al Saadi versprach: "Das Team wird zusammenstehen und füreinander durchs Feuer gehen. Davon bin ich absolut überzeugt."
Bislang gleicht das Turnier des Olympiasiegers von 2008 und 2012 einer Achterbahnfahrt. Dem 7:1 zum Auftakt gegen Kanada folgte eine 1:3-Niederlage gegen Weltmeister Belgien, dem 5:1 gegen den zweimaligen Olympiasieger Großbritannien nun die misslungene Vorstellung gegen Südafrika.
"Das ist nicht akzeptabel und tut total weh", sagte Hauke nach dem erneuten Rückschlag in der Mittagshitze von Tokio. Bei Temperaturen weit über 30 Grad ging das deutsche Team durch die Treffer von Timm Alexander Herzbruch (8.), Lukas Windfeder (22.) und Constantin Staib (24.) zwar mit einer 3:2-Führung in die Pause, doch Südafrika drehte das Spiel. Der entscheidende Gegentreffer war symptomatisch: Zwölf Minuten vor dem Ende blockte Niklas Bosserhoff den Ball unglücklich ins eigene Tor.
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(SID)
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