Olympia 2024: Hockey-Männer wollen zurück auf den Olymp - Aber haben sie aus ihren knappen K.-o.-Rundenspielen gelernt?
VonFelix Eck
Update 07/08/2024 um 15:35 GMT+2 Uhr
Die Hockey-Männer greifen erstmals seit zwölf Jahren wieder nach Gold. Wie beim letzten Olympia-Triumph in London heißt der Gegner Niederlande. Vor dem Kampf um Gold zeigen sich die Spieler zuversichtlich: "Wir gehen mit einer breiten Brust da rein." Allerdings sollten sie aus ihren knappen Spielen in der K.O-Runde die richtigen Lehren ziehen und auf alles gefasst sein.
Highlights: Deutsche Hockey-Herren kämpfen nach Krimi um Gold
Quelle: Eurosport
Auf der Tribüne verfolgte Moritz Fürste, wie seine Erben weiter unaufhaltsam Richtung Olympia-Thron stürmten - und er war sich sicher: "Hier wird Gold geholt, da gibt es überhaupt keine Zweifel für mich", sagte die Hockey-Ikone dem "SID".
2012 in London hatte Fürste sich selbst zum Champion gekrönt - in Paris wollen Kapitän Mats Grambusch und Co. nun zurück nach ganz oben.
Den Triumph des DHB-Teams um Fürste habe er damals der Ferne verfolgt, "das war unglaublich", sagte Grambusch. Der 31 Jahre alte Führungsspieler ergänzte mit einem Grinsen: "Das würden wir auch nochmal so nehmen."
Der Gegner ist schon mal der gleiche wie vor zwölf Jahren: die Niederlande. Am Donnerstag (19.00 Uhr) kommt es zur Neuauflage des Finals von London, wo sich Deutschland zum vierten und bislang letzten Mal den Olympiasieg geholt hatte. Silber ist dem DHB-Team schon sicher, doch die Mannschaft will mehr.
Grambusch: "wir wollen Gold holen."
"Für einige Spieler ist das schon einer der größten Erfolge ihrer bisherigen Karriere", sagte Bundestrainer Andre Henning. Deshalb habe er direkt nach dem Finaleinzug gegen Indien (3:2) seine Mannschaft gefragt: "Und, zufrieden? Die Antwort kam schnell und war eindeutig: Nein!" Auch Grambusch betonte: "Wir sind glücklich, dass wir eine Medaille sicher haben, aber wir wollen Gold holen."
Bereits in der Vorrunde hatten die deutschen Weltmeister den Europameister aus den Niederlanden bezwungen. "Wir haben gegen Holland hier schon einmal 1:0 gewonnen und sie komplett ohne Tor gelassen. Etwas ähnliches können wir übermorgen auch wieder machen", sagte der frühere Welthockeyspieler Fürste.
Und der muss es wissen. An den bislang letzten beiden Olympiasiegen 2008 und 2012 war er maßgeblich beteiligt gewesen, zudem gewann er mit Bronze 2016 bei seinem Abschied die bis dato letzte Olympia-Medaille für den Deutschen Hockey-Bund.
In Paris soll es nach einem vierten Platz in Tokio 2021 wieder Gold werden, das Maximalziel hatte die deutsche Mannschaft schon vor dem Turnierstart deutlich formuliert und bislang mit sechs Siegen aus sieben Spielen untermauert. Wie beim WM-Triumph im vergangenen Jahr bewies das DHB-Team dabei Nervenstärke.
Mentale Stärke wird entscheidend
In Indien wurde Deutschland unter anderem nach einem Shootout-Krimi im Finale Weltmeister, auch in Paris lassen sich die deutschen Hockey-Männer in umkämpften Partien selten aus der Ruhe bringen.
"Die mentale Stärke ist eine hohe Qualität dieser Mannschaft, die sie jetzt schon mehrfach bewiesen hat", sagte Henning. Das dürfte auch der Auswahl der Niederlande nicht entgangen sein.
"Wir gehen mit einer breiten Brust da rein, weil ich glaube, die Holländer haben richtig Angst vor uns", sagte Torhüter Jean-Paul Danneberg, auch wenn er sich "an keinen einfachen Sieg" gegen den Dauerrivalen erinnern könne. Doch der Gegner wisse genau, "dass wir die Qualitäten haben, sie zu schlagen".
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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