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Indy 500: Mick Schumacher schreibt mit Teilnahme Geschichte - positives Zwischenfazit vor Debüt in Indianapolis
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Publiziert 20/05/2026 um 18:31 GMT+2 Uhr
Am Sonntag findet die 110. Ausgabe von Indianapolis 500 - kurz: Indy 500 - statt. Mit Mick Schumacher nimmt nicht nur ein prominenter Name an dem prestigeträchtigen Event in den Vereinigten Staaten teil, sondern auch der erste Deutsche seit 103 Jahren. Als bester Rookie des Qualifyings träumt der 27-Jährige von einem sagenhaften Debüt, in der IndyCar Series fühlt sich Schumacher jedenfalls wohl.
Mick Schumacher geht beim Indianapolis 500 an den Start
Fotocredit: Getty Images
Irgendwann in diesen intensiven Wochen vor den Indy 500 redete Mick Schumacher beruhigend auf eine große Kuh ein, ging in die Knie - und begann, das Tier zu melken. Das mit Abstand größte Autorennen der USA bietet eben manch skurrile Tradition, dieser Termin für Neulinge im Stall gehört dazu. Und Schumacher lacht, wenn er darüber spricht.
"Ich habe das schon mal gemacht, das ist lange her", sagt der 27-Jährige, "aber wenn man einmal versteht, wie es funktioniert, ist es ziemlich einfach."
Ziemlich kompliziert dagegen ist der eigentliche Grund für Schumachers Aufenthalt in Indianapolis: Die 500 Meilen auf dem berühmtesten Oval der Welt gehören zu den größten und aufreibendsten Events im internationalen Rennsport, Schumachers Teilnahme am Sonntag (18:30 Uhr MESZ) ist etwas Besonderes.
Er ist der erste deutsche Starter dort seit 103 Jahren.
Schumacher beim Indy 500: Mehr als nur im Kreis fahren
Eigentlich sind die Indy 500 bloß eines von 18 Saisonrennen der IndyCar-Serie, in der der Sohn des Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher seit diesem Jahr unterwegs ist.
Gleichzeitig sind sie aber eine eigene Meisterschaft in der Meisterschaft, Erfolge hier, vor mehr als 350.000 Fans, sind viel mehr wert als der Gesamttitel. Das Rennen auf dem "Brickyard", der einst komplett aus Ziegelsteinen bestand und zur Erinnerung noch einen schmalen Steinstreifen an Start und Ziel behalten hat, sei das "absolute Highlight".
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Mick Schumacher hat in der IndyCar Series schon einige Erfahrungen gesammelt
Fotocredit: Getty Images
Und die für Europäer ungewöhnliche Streckenform erfordere mehr, "als nur im Kreis zu fahren", sagt Schumacher. "Es geht sehr viel um Strategie", etwa acht Boxenstopps werde es geben, "das Timing ist wichtig".
Und das sei nur ein Aspekt. "Du willst nicht vorne fahren, da verbrauchst du zu viel Benzin, aber auch hinter einem Auto leidest du wegen der Luftverwirbelung", sagt Schumacher: "Und dann ist es eben verdammt schnell. Wir fahren 360, 370 km/h und versuchen dabei noch, ein paar Autos zu überholen."
Positives Indy-Fazit bei Schumacher
Anstrengend für Kopf und Körper seien diese 200 Runden, und auch gefährlich, spektakuläre Unfälle sind ebenfalls Tradition beim Indy 500. "Man muss Respekt haben, aber es ist auch sicherer geworden. Am sichersten ist man immer noch zu Hause auf der Couch, aber da macht es nicht so viel Spaß."
Schumacher wollte ja unbedingt zurück ins "Open-Wheel-Racing", und da es nicht geklappt hat mit dem Comeback in der Formel 1, ist er nun eben hier.
Gute Ergebnisse fehlen bislang, das lag nicht immer an Schumacher, ohnehin war das für einen Rookie teamintern aber eingeplant. Bobby Rahal, Chef beim RLL-Rennstall, zieht ein positives Zwischenfazit.
Schumacher sei lernwillig, und seinen maximal prominenten Namen trage er nicht vor sich her. "Man könnte ihm Arroganz ja fast verzeihen, aber Mick ist das genaue Gegenteil", sagt Rahal. "Er ist sachlich, ohne Drama, er will einfach arbeiten."
Am Sonntag wird nun jede Menge Arbeit warten, Schumacher startet im 33er-Feld von Rang 27, war damit im Qualifying bester Rookie. Erstes Ziel wird sein, in diesem wilden Rennen die karierte Flagge zu sehen - für den ziemlich sensationellen Fall eines Sieges wäre aber auch vorgesorgt: Seit 1936 bekommt der Gewinner in Indianapolis eine Flasche Milch seiner Wahl auf das Podest gereicht, noch so eine Tradition.
Fettfrei, fettarm oder normal? Schumacher hat sich für Vollmilch entschieden. Die Flasche stünde bereit.
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Quelle: Eurosport
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