Olympia 2021: Algerischer Judoka tritt nicht an wegen möglichem Konkurrenten aus Israel

Der algerische Judoka Fethi Nourine hat seine Teilnahme bei den Olympischen Spielen zurückgezogen. Grund dafür soll laut algerischen Medienberichten ein Kampf mit dem Israeli Tohar Butbul in der Männerklasse bis 73 kg sein, der für die zweite Runde vorgesehen war. Es ist nicht das erste Mal, dass Einwände gegen israelische Athleten zu Kontroversen im internationalen Judo-Wettbewerb führen.

Tokyo 2020

Fotocredit: Getty Images

"Wir hatten kein Glück bei der Auslosung. Wir haben einen israelischen Gegner bekommen und deshalb mussten wir unsere Teilnahme zurückziehen. Wir haben die richtige Entscheidung getroffen", zitierte die "Israeli Times" Nourines Trainer Amar Ben Yaklif nach algerischen Medienberichten.
Bei den Judo-Weltmeisterschaften 2019 verweigerte Nourine schon einmal den Antritt, nachdem das Los eine Begegnung mit Butbul vorgesehen hatte.
Es ist also nicht das erste Mal, dass Einwände gegen israelische Athleten zu Kontroversen im internationalen Judo-Wettbewerb führen.

Wiederholte Einwände gegen israelische Judoka

Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro schickte das IOC den Ägypter Islam El Shehaby vorzeitig nach Hause, weil er sich nach einer Niederlage weigerte, dem Israeli und späteren Bronzemedaillengewinner Or Sasson die Hand zu geben.
Weiterhin läuft 2023 eine vierjährige, vom Internationalen Judo-Verband verhängte Sperre, gegen den Iran aus. Ein iranischer Judoka behauptete, er sei zur Absage von Kämpfen gezwungen worden, um nicht gegen israelische Judoka antreten zu müssen.
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Quelle: Eurosport

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