Olympia 2024: Jakob Thordsen erklärt Platz 8 im Interview - Boot und Krautfeld stören in enttäuschendem Finale

Jakob Thordsen ist im Kajak-Einer-Finale auf den achten und letzten Platz gefahren. Im exklusiven Eurosport-Interview analysierte der 24-Jährige danach emotional, was schieflief. Gerade nach seinem starken Halbfinale habe er sich mehr vorgenommen, im Finale hätten ihn schon beim Start die Umstände gestört. Letztlich ordnete Thordsen seine Leistung nach einer Verletzung ein und wähnte sich "stolz".

Thordsen weint: "Boot wurde immer langsamer"

Quelle: Eurosport

"Man hats ja schon am Start gesehen. Ich bin erstmal am Start vorbeigefahren, weil genau hinter dem Startschild schon das erste Krautfeld lag, vor dem Start war noch ein Motorboot zu Gange", klagte der gebürtige Hamburger bei Eurosport.
"Nach 20 Metern biegt das Boot dann auf einmal nach rechts ab. Da habe ich dann schon gemerkt: 'Okay, komm, weiter konzentrieren, versuchs.' Aber das Boot ist immer langsamer geworden", blickte er zurück.
Weiter erklärte Thordsen im Detail: "Man merkt es dann, wenn der Steuerpin dann zwischen den Füßen vibriert und du weißt 'Ja, okay', und dann wars nach 20 Metern zu Ende." Dabei versuchte er seine Tränen zurückhalten.
Im Wassersportstadion von Vaires-sur-Marne im Großraum Paris kam er nach 3:36:38 ins Ziel und war damit zwölf Sekunden langsamer als Gold-Gewinner Josef Dostal (Tschechien) und fünf Sekunden langsamer als der Siebte, Martin Nathell aus Schweden.

Olympia: Thordsen "stolz" auf Final-Einzug

Der 24-Jährige hatte sich nach einem starken Halbfinale zuvor mehr vorgenommen: "Das war ein richtig gutes Rennen, ich hatte Selbstvertrauen, ich hatte wieder das Gefühl, dass ich so richtig Spaß am Wettkampf habe, so wie bei der WM letztes Jahr", sagte er.
Am Ende ordnete Thordsen seinen olympischen Wettkampf auch positiv ein. Nach einem Fahrradsturz und einer schweren Verletzung war er erst zum Jahresanfang wieder ins Training eingestiegen.
"Ich bin super dankbar, meine Familie, meine Freunde und alle die mich so unterstützt haben, das zu schaffen. Wenn ich mir überlege, dass wir erst seit Januar wieder im Boot sitzen, kann ich es gar nicht fassen, hier jetzt im olympischen Finale zu fahren", freute sich der Olympionike: "Achter Platz, ja, ist doof, abgeschlagen, aber trotzdem stolz drauf. Aber natürlich nimmt man sich andere Sachen vor."
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Thordsen chancenlos im K1-Finale - Dostal holt Gold

Quelle: Eurosport


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