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Olympische Spiele in Paris: Endlich Herzklopfen bei Slalom-Kanutin Ricarda Funk - "fast schon Tränen in den Augen"
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Publiziert 27/07/2024 um 07:18 GMT+2 Uhr
Bei Olympia 2021 gewann sie Gold, trotzdem verbindet Slalom-Kanutin Ricarda Funk mit den Sommerspielen viele Negativerlebnisse - wegen tragischer Ereignisse während ihrer Teilnahmen in Rio de Janeiro und Tokio. In der französischen Hauptstadt aber soll sich das nun ändern. Funk möchte endlich die "besonderen" Momente erleben. Einen ersten Vorgeschmack kostete sie bereits im Olympischen Dorf aus.
Grandioses Finale: Star-Duo entzündet das Olympische Feuer
Quelle: Eurosport
Plötzlich war da Rafael Nadal. Der spanische Tennis-Star hatte die Mensa im Olympischen Dorf betreten, und als Ricarda Funk ihn erblickte, hatte sie ihren ersten "Fan-Girl-Moment" in Paris, wie sie erzählt. "Da war schon mal kurz Herzklopfen. Ich bin absoluter Tennis-Fan."
Ricarda Funk, 32, ist mehrfache Weltmeisterin und wurde in Tokio Olympiasiegerin im Kanuslalom. Aber die Magie von Olympia, Begegnungen mit Sporthelden wie Nadal - das erlebt Funk in Paris zum ersten Mal. Denn trotz ihres Triumphs vor drei Jahren lastet auf der Sportsoldatin eine Art Olympia-Fluch.
Rio 2016 hätten ihre ersten Spiele sein sollen. Sie gilt als Favoritin, doch dann platzt der Traum in der Olympia-Qualifikation. Dann die Tragödie: Bei den Spielen in Brasilien stirbt ihr Trainer Stefan Henze bei einem Autounfall.
"2016 war ein Scheiß-Jahr für mich, das geht irgendwie immer noch nicht in meinen Kopf rein, was da passiert ist", sagte sie bei "olympics.com". Trotz des Schicksalsschlags nimmt sie einen neuen Anlauf. Bei der WM 2019 schnappt sich Funk ihr Olympia-Ticket für Tokio.
Corona und Flut verderben Feier
Wegen Corona aber finden die Spiele ein Jahr später als geplant statt. Funk fragt sich: "Was hat Olympia eigentlich gegen mich?"
Beim Nachholtermin 2021 könnte es sportlich besser nicht laufen. Gold! Feiern aber kann sie das kaum. Wegen der Corona-Auflagen - und weil in ihrer Heimat die Flut wütet.
Der Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz, wo Funk aufgewachsen ist, wird von dort nie gesehenen Überschwemmungen heimgesucht. 135 Menschen sterben im Ahrtal.
Alles besser in Paris?
In Paris will Funk all die Negativerlebnisse endlich hinter sich lassen.
"Ich versuche alles aufzusaugen, was ich aufsaugen kann", sagte sie am Donnerstag bei einer Pressekonferenz im deutschen Haus. Am Samstagnachmittag wird es ernst, dann stehen am Nachmittag die Vorläufe an.
An der Seine hat Funk gleich eine doppelte Medaillen-Chance: Außer im Einer-Kajak tritt Funk auch in der neu geschaffenen Disziplin Kajak-Cross an. Den Wettbewerb sieht Funk als "große Bereicherung. Beim Cross bin ich mördernervös. Da werden die Ellbogen ausgepackt."
Neu ist für Funk auch, dass sie bei ihren Olympiawettkämpfen von Fans angepeitscht wird. Im Pariser Wassersportstadion von Vaires-sur-Marne finden mehrere tausend Zuschauer Platz.
Herzklopfen in der Pipeline
Als dort vor einigen Tagen erste Soundchecks durchgeführt wurden, "habe ich mal kurz auf die Tribüne geguckt und mir vorgestellt, dass meine Familie da sitzen wird", erzählt Funk: "Da hatte ich fast schon ein paar Tränen in den Augen."
Es scheint, als sei der nächste Herzklopf-Moment bei Olympia für Ricarda Funk nur eine Frage der Zeit.
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(SID)
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Kanutin Lilik exklusiv: "Ein Spiel mit dem Feuer"
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