Olympia 2024: Lukas Dauser landet im Barren-Finale nur auf dem siebten Platz - kleine Fehler kosten Medaillenchance

Turn-Weltmeister Lukas Dauser hat die erhoffte Olympia-Medaille am Barren verpasst. An seinem Paradegerät erzielte der 31-Jährige im Finale 13,700 Punkte, die nur zum siebten Platz reichten. Zum Olympiasieger in der Bercy Arena von Paris krönte sich am Montagmittag der Chinese Zou Jingyuan, der mit seiner herausragenden Übung auf 16,200 Punkte kam.

Verkorkste Leistung am Barren: Dausers Medaillentraum geplatzt

Quelle: Eurosport

Lukas Dauser verzog das Gesicht. Frustriert und gezeichnet von seiner Enttäuschung verließ der deutsche Turn-Weltmeister das Podium von Paris.
Dauser hat die erhoffte Olympia-Medaille am Barren deutlich verpasst. An seinem Paradegerät erzielte der 31-Jährige im Finale 13,700 Punkte, die nur zum siebten Platz reichten.
"Es waren viele Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Schade!", meinte Eurosport-Experte Fabian Hambüchen, der 2016 in Rio Reck-Gold gewonnen hatte.
"Es war so ein entscheidendes Element am Anfang der Übung, bei dem bereits der Fehler kam. Das ist es dann auch mental schwierig gewesen. Er hat alles riskiert und alles gegeben und kann sich nichts vorwerfen. Den Kampf, den er die letzten sechs Wochen hingelegt hat, ist einmalig. Er hat sich keine Millisekunde hängen lassen und war immer voll da", meinte Hambüchen weiter.
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Olympia 2024: Lukas Dauser verpasst die Olympia-Medaille am Barren

Fotocredit: Getty Images

"Ich mag keine Geschichten ohne Happy End, aber ich muss die Pille schlucken. Ich bin dennoch stolz, dass ich überhaupt hier war", sagte Dauser im "ZDF".

Dauser nicht rechtzeitig topfit

Er wolle es nicht auf die Verletzung schieben. "Der Bizeps war nicht der Grund, warum es schief gegangen ist", so Dauser: "Der Grund war eher, dass ich im Vorfeld nicht so viele Übungen turnen konnte, wie ich wollte. Da fehlte ein bisschen die Routine."
Zum Olympiasieger in der Bercy Arena von Paris krönte sich am Montagmittag der Chinese Zou Jingyuan, der auf 16,200 Punkte kam.
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Hambüchen verrät: Dauser turnt mit Glücksbringer von ihm am Arm

Quelle: Eurosport

Anders als Dauser gelang Zou eine fehlerfreie Übung. "Eine Augenweide", meinte Hambüchen bei Eurosport: "Da war alles auf den Punkt – mehr geht nicht. Das war der verdiente Olympiasieg". Zou sei "im Grunde unschlagbar, wenn er keinen Fehler macht".
Silber ging an Ilja Kowtun aus der Ukraine (15,500), der japanische Mehrkampf-Olympiasieger Shinnosuke Oka sicherte sich mit 15,300 Punkten die Bronzemedaille.

Übung im Finale nicht fehlerfrei

Dauser legte eine nicht fehlerfreie Übung auf das Podium von Bercy, touchierte schon früh den Barrenholm und musste einmal mit der Hand nachgreifen. Ein kleiner Hüpfer nach der Landung kostete ihn endgültig die erträumte Medaille.
Zudem reichte der Schwierigkeitsgrad von 6,0 Punkten nicht aus, um in die Sphären für Edelmetall vorzustoßen.
Mit einem gequälten Lächeln wartete er nach seiner Vorstellung auf die Wertung, er verzog das Gesicht und sagte deutlich vernehmbar: "Scheiße".
Zuvor hatte er als siebter Starter noch zuversichtlich die Arena betreten, ins Publikum gewinkt, dabei aber voll fokussiert gewirkt. "Das sind die besten acht Turner auf dieser Welt", hatte er im Vorfeld des Endkampfes gesagt.
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Olympia 2024: Lukas Dauser turnt im Barren-Finale auf Rang sieben

Fotocredit: Getty Images

Entscheidung über Karriereende "Gegen Ende des Jahres"

"Jeder kann seine Übung. Es kommt darauf an, wer sie dann am besten abrufen kann." Dauser, der noch in der Qualifikation mit 15,116 Punkten Rang fünf belegt hatte, konnte es im Finale nicht.
Dauser hatte am Barren im vergangenen Jahr den Weltmeistertitel gewonnen, auf dem Weg nach Paris musste er Ende Juni aber einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen, als er sich bei der nationalen Olympia-Quali am rechten Oberarm verletzte.
Lange war fraglich, ob der Oberbayer, der in Tokio 2021 am Barren über olympisches Silber gejubelt hatte, überhaupt an den Spielen würde teilnehmen können. Die ursprünglich geplante Aufstockung des Schwierigkeits-Grades hatte Dauser wegen seiner Verletzung nicht umsetzen können.
Der Barren-Auftritt am Montag in Paris war Dausers letzter olympischer Wettkampf, ein viertes Mal Olympia wird es für ihn 2028 nicht geben. Ob es für den werdenden Vater im fortgeschrittenen Turn-Alter von 31 Jahren womöglich auch der letzte internationale Wettkampf war, ließ er zuerst noch offen - verkündete aber am Nachmittag exklusiv im Gespräch mit Eurosport sein internationales Karriereende.
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Dauser verkündet Karriereende: "International war heute das letzte Mal"

Quelle: Eurosport

(SID)

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Dauser im Porträt: Zwischen Heimweh und Medaillen-Hunger

Quelle: Eurosport


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