4x100-m-Staffel um Owen Ansah stellt bei World Athletics Relays in Botswana neuen deutschen Rekord auf

Die deutsche 4x100-m-Männerstaffel hat bei den World Athletics Relays einen neuen deutschen Rekord aufgestellt. In der botswanischen Hauptstadt Gaborone liefen Kevin Kranz, Marvin Schulte, Owen Ansah und Lucas Ansah-Peprah im zweiten Vorlauf in 37,67 Sekunden zum Landesrekord. Die bisher schnellste Zeit hatte das deutsche Quartett 2022 seit der Heim-EM 2022 in München (37,97 Sekunden) gehalten.

Owen Ansah 2025 in Tokio

Fotocredit: SID

Vor vier Jahren waren Kranz, Joshua Hartmann, Ansah und Ansah-Peprah gelaufen. Damit qualifizierte sich die Männerstaffel hinter Olympiasieger Kanada als zweites Team für den Finallauf am Sonntag.
Gleichzeitig ist für den 9,99-Sekunden-Mann Ansah und seine Mitläufer damit auch die Teilnahme an den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2027 in Peking gesichert. Darüber hinaus gab es drei weitere WM-Tickets.
Auch Topsprinterin Gina Lückenkemper zeigte sich in Gaborone mit der Frauenstaffel, die bei der WM 2023, der WM 2025 in Tokio und auch bei Olympia in Paris Bronze gewonnen hatte, in guter Verfassung.
Mit Sina Kammerschmitt, Rebekka Haase und Sophia Junk kam Lückenkemper nach 42,44 Sekunden ins Ziel. Insgesamt war es die viertbeste Zeit des Vorlaufs - ebenfalls gleichbedeutend mit der Finalteilnahme und der WM-Qualifikation.

Weitere WM-Tickets für deutsche Sprinter

Im Mixed-Sprint über 4x100 Meter legten Yannick Wolf, Junk, Heiko Gussmann und Kammerschmitt mit der drittbesten Zeit der ersten Runde einen gelungenen Auftakt hin (40,15 Sekunden). Schneller waren nur die Teams aus Kanada (40,07) und Jamaika (39,99), die nacheinander den Weltrekord nach unten schraubten.
Die Langsprinter taten sich über die 4x400 Meter dagegen etwas schwerer. Das Mixed-Team und die Männerstaffel müssen im Hoffnungslauf am Sonntag noch einmal ran und um das WM-Ticket kämpfen. In dieser Runde qualifizieren sich die schnellsten vier Staffeln für Peking.
Die Extrarunde vermied die Frauenstaffel ganz knapp. Mit der achtbesten Zeit qualifizierten sich Skadi Schier, Jana Lakner, Annkathrin Hoven, Irina Gorr für das Finale und die WM 2027.
"Unser Ziel ist es, in möglichst vielen Wettbewerben das WM-Ticket für Peking klarzumachen", hatte Sprint-Bundestrainer Julian Reus vorgegeben. In diesem Jahr ist die Europameisterschaft in Birmingham (10. bis 16. August) das ganz große Highlight.
(SID)
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Quelle: Eurosport


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