50. Berlin Marathon: Extrem knapper äthiopischer Doppelsieg - Sebastian Hendel als bester Deutscher auf Rang 16

Milkesa Mengesha und Tigist Ketema haben die Jubiläumsausgabe des Berlin Marathons gewonnen und damit einen äthiopischen Doppelsieg gefeiert. Zum 50. Geburtstag des Rennens setzte sich Mengesha bei den Männern nach einem packenden Schlussspurt am Brandenburger Tor nach 2:03:17 Stunden mit nur fünf Sekunden Vorsprung auf Cybrian Kotut durch. Als bester Deutscher lief Sebastian Hendel auf Rang 16.

Der 50. Berlin Marathon wurde durch ein knappes Finish entschieden

Fotocredit: Getty Images

Keine Rekorde, aber Kaiserwetter und gigantische Partystimmung an der Strecke: Beim spektakulären Marathon-Geburtstag in Berlin haben Milkesa Mengesha und Tigist Ketema einen äthiopischen Doppelsieg gefeiert.
Zum 50. Jubiläum des Rennens setzte sich Mengesha bei den Männern nach einem packenden Schlussspurt am Brandenburger Tor nach 2:03:17 Stunden mit nur fünf Sekunden Vorsprung auf Cybrian Kotut (Kenia) durch.
"Die Zuschauer waren wunderbar", sagte Mengesha, nachdem er seine Bestzeit auf der ultraschnellen Strecke in der Hauptstadt um rund zwei Minuten verbessert hatte, bei RTL: "Ich bin total glücklich und habe es genossen."
Als bester deutscher Athlet lief Sebastian Hendel (Braunschweig) bei herrlichem Sonnenschein nach einem taktisch klugen Rennen mit neuer Bestzeit (2:07:33) auf Rang 16. Topfavorit Tadese Takele (Äthiopien) musste sich am Ende mit knapp zwei Minuten Rückstand mit Platz sieben begnügen.

Hendel begeistert: "Absolut geiles Feeling"

Obwohl Mengesha eine Top-Zeit hinlegte, blieb der 24-Jährige deutlich unter dem Weltrekord von 2:00:35 des verstorbenen Kelvin Kiptum und dem Streckenrekord des fünfmaligen Berlin-Siegers Eliud Kipchoge von 2:01:09 aus dem Jahr 2022.
In Abwesenheit von Weltrekordlerin Tigist Assefa, die im Vorjahr 2:11:53 Stunden gerannt war, setzte sich ihre Trainingspartnerin Ketema souverän durch. Nach 2:16:42 Minuten hatte die 26-Jährige über zwei Minuten Vorsprung auf ihre Landsfrau Mestawot Fikir. Melat Kejeta (2:23:40/Kassel) verpasste als Elfte knapp die Top Ten.
Schon 13 Weltbestzeiten und Weltrekorde wurden in Berlin seit der ersten Ausgabe 1974 aufgestellt, doch nur sieben Wochen nach den Olympischen Spielen in Paris fehlten diesmal die ganz großen Namen der Szene, so blieben die ganz, ganz schnellen Zeiten diesmal aus.
Und so war das Rennen selbst der große Star in diesem Jahr. Zigtausende Fans auf den Straßen machten den 50. Geburtstag zu einem großen Erlebnis. "Absolut geiles Feeling", sagte Hendel: "Das war der Wahnsinn".

Von 286 Teilnehmenden zu über 58.000

286 Läuferinnen und Läufer waren beim ersten Berlin-Marathon 1974 durch den Grunewald dabei gewesen, längst ist das Rennen ein Mega-Event geworden.
Zum 50. Jubiläum meldeten sich nun über 58.000 Läuferinnen und Läufer aus 161 Nationen für den Start an der Siegessäule an. Und so konnte Berlin am Ende doch noch einen Rekord feiern.
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: Wellinger Zweiter in Hinzenbach - auch Geiger überzeugt
(SID)
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung