Leichtathletik-EM 2026 in Birmingham: Neugebauer, Mihambo, Ansah und Co. mit großen Gold-Hoffnungen für Deutschland

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Angeführt von Leo Neugebauer, Malaika Mihambo und Owen Ansah reist das deutsche Leichtathletik-Team mit hohen Erwartungen zur EM nach Birmingham. Der Startschuss für die Europameisterschaft fällt am 10. August, die letzten Wettkämpfe finden am 16. August statt. Insgesamt wird es 50 Medaillenentscheidungen geben - mit sämtlichen deutschen Stars darunter, die sich Hoffnung auf Edelmetall machen.

Malaika Mihambo hat sich für die EM einiges vorgenommen

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Leo Neugebauer geht auf die Suche nach dem perfekten Wettkampf, Malaika Mihambo auf die Jagd nach dem Gold-Triple und Owen Ansah in den schwersten Wettkampf seiner Karriere: Mit vielen großen Hoffnungen und einem großen Fragezeichen reisen die deutschen Leichtathleten zur am Montag beginnenden EM in Birmingham (live bei Eurosport und HBO Max). Dort möchte der DLV weitermachen, wo er bei den letzten "vollwertigen" Europameisterschaften beim rauschenden Heimspiel in München aufgehört hatte.
Zu den Führungsfiguren von 2022, als Deutschland die Nationenwertung gewann, sind neue hinzugekommen. Zuvorderst Neugebauer: Der Zehnkampf-Weltmeister von Tokio hat seinen ersten EM-Titel fest im Blick und brennt vor Ehrgeiz. "Ich hatte noch nie irgendeinen perfekten Zehnkampf. Es lief ja immer irgendwas ein bisschen schief", sagte Neugebauer dem SID. Vielleicht ändert sich das ja schon in Birmingham, wo er im kleinen, aber atmosphärisch großen Alexander Stadium "einfach einen geilen Wettkampf" erwartet.
Der "unperfekte" Neugebauer ist mit seinem deutschen Rekord (8961 Punkte) sechstbester Zehnkämpfer der Geschichte - kaum vorstellbar, wo es da an zwei perfekten Tagen hingehen kann. 9000 Punkte? "Das ist echt möglich", sagte Neugebauer beim DLV-Medientermin vor dem Abflug. Schon dieses Jahr? "Never say never!"
Mit seinem Anspruch, immer nach dem Bestmöglichen zu streben, ist Neugebauer neben Mihambo das Gesicht der deutschen Leichtathletik geworden. Die Weitsprung-Olympiasiegerin von Tokio zeigt sich auch nach anderthalb Jahrzehnten in der Weltklasse ambitioniert wie immer. "Ich bin hoch motiviert und weiß, dass noch einiges in mir steckt", sagt die Heidelbergerin, die bei ihrer sechsten EM die fünfte Medaille und im Idealfall den dritten Titel holen will.

Deutsche Hoffnungen bei Leichtathletik-EM

Vor zwei Jahren in Rom hatte Mihambo bei der wegen der folgenden Olympischen Spiele mit leicht reduziertem Programm ausgetragenen EM das einzige DLV-Gold geholt. Dass nun eher München 2022 (sieben Titel) der Maßstab ist, resultiert auch aus einem unwahrscheinlichen Leistungssprung der deutschen Läufer - auch wenn die Werfer mit Ex-Europameister Julian Weber (Speer) und Hammer-Vizeweltmeister Merlin Hummel ebenfalls Top-Aussichten haben.
Doch für die größten Schlagzeilen sorgten die Bahn-Asse, die auch ohne den verletzten Mo Abdilaahi chancenreich wie selten antreten: Emil Agyekum (Hürdenrunde), Robert Farken (1500) und Langstreckler Amanal Petros liefen in der EM-Saison deutsche Rekorde, Frederik Ruppert pulverisierte den Hindernis-Europarekord. "Edelmetall ist das Mindestziel, aber ich habe mich natürlich für eine Goldmedaille vorbereitet", sagt Ruppert.
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Leo Neugebauer blickt voller Zuversicht auf die anstehende EM

Fotocredit: Getty Images

Offensiv laufen, offensiv reden - diesem Trend würde gerne Owen Ansah folgen. Doch der schnellste Deutsche der Geschichte kann derzeit zweiteres nicht und ersteres nur unter Vorbehalt. Dem Hamburger droht eine mehrjährige Sperre, seit er Anfang Juli wegen "Reisestress" einen Dopingtest verweigert hatte. Ein Urteil steht aus, deshalb darf Ansah bei der EM über 100 und 200 m sprinten.
"Ich habe ein superstarkes Team hinter mir, dadurch habe ich den Kopf frei", sagt Ansah, der im Juni den deutschen 100-m-Rekord auf 9,98 Sekunden gedrückt hatte. Sein Fall wird in Birmingham aber international zum Thema werden, Ansah gehört zu den Medaillenkandidaten. Und der DLV muss klären, ob Ansah bedenkenlos in der Staffel laufen kann - womöglich könnte eine Sanktion auch die rückwirkende Streichung von Ergebnissen beinhalten.
Bislang schafft es der 25-Jährige, trotz der finsteren Gemengelage seine Leistung abzurufen. Und, vor allem: Mit seinem abgeklärten, besonnenen Auftreten die glänzende EM-Stimmung im deutschen Team nicht zu verdüstern.
(SID)
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Quelle: Eurosport


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