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Deutsche Meisterschaften: Gesa Felicitas Krause muss aufgeben - Almas brilliert
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Publiziert 08/08/2020 um 20:30 GMT+2 Uhr
Gesa Felicitas Krause hat ihr Abo auf den deutschen Meistertitel über 3000 m Hindernis im Glutofen von Braunschweig völlig überraschend verloren. Die WM-Dritte musste bei den ersten Geistermeisterschaften nach rund 6:30 Minuten völlig entkräftet aufgeben. Über 100 m siegte Deniz Almas in 10,09 Sekunden, Lisa Marie Kwayie setzte sich bei den Frauen in 11,30 Sekunden durch.
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Deniz Almas brüllte seine Freude im Ziel heraus, Lisa Marie Kwayie hüpfte wie ein Flummi über die blaue Bahn - zwei aufstrebende Jungstars haben sich bei den deutschen Meisterschaften der Leichtathleten in Braunschweig die Titel über die prestigeträchtigen 100 m gesichert. Hindernis-Star Gesa Felicitas Krause musste ihr Rennen bei einer Hitze von deutlich über 30 Grad Celsius hingegen entkräftet aufgeben.
Almas setzte sich bei den Männern ohne Zuschauer auf den Tribünen souverän in 10,09 Sekunden vor Joshua Hartmann (10,23/Köln) und dem deutschen Rekordhalter Julian Reus (10,26/Erfurt) durch. "Ich bin super happy", sagte Almas nach dem Rennen: "Ich habe es mir fest vorgenommen zu gewinnen." Bei den Frauen holte sich die 23-jährige Kwayie in 11,30 Sekunden knapp vor Favoritin Rebekka Haase (11,34/Wetzlar) ihren ersten nationalen Titel über die 100 m.
Almas hatte bereits zuletzt mit 10,08 Sekunden bei Leichtathletik-Event in Weinheim bei Hamburg aufhorchen lassen und danach Gold als Ziel ausgegeben. "Es war mir wichtig zu zeigen, dass ich die Zeit von Weinheim noch einmal bestätigen kann", sagte der 23-Jährige. Seiner Favoritenstellung wurde Almas, derzeit die Nummer eins in Europa über die 100 m, dann in beeindruckender Manier gerecht - der Generationswechsel im deutschen Sprint scheint damit vollzogen.
Deutsche Meisterschaften ohne Publikum
Die Titelkämpfe im Glutofen von Braunschweig müssen wegen der Coronakrise diesmal ohne Fans stattfinden. Doch für viele Athleten sind Geistermeisterschaften nach der Verschiebung der Olympischen Spiele dennoch so etwas wie ein "Mini-Tokio", der Höhepunkt der Saison. Der Deutsche Leichtathletik-Verband hat mit seinem umfangreichen Hygienekonzept einen hohen Aufwand betrieben, damit das Event überhaupt stattfinden darf. So etwas wie Atmosphäre kam aber natürlich nicht auf.
Zumal auch Krause nicht wie eigentlich erwartet für den ersten großen Höhepunkt sorgte. Die WM-Dritte, die im Vorfeld massiv darum gekämpft hatte, dass die Mittel- und Langstrecken trotz Corona in das Programm aufgenommen werden, stieg nach rund 6:30 Minuten aus ihrem Rennen aus. "Das ist für mich gerade schwer in Worte zu fassen", sagte Krause und sprach von einer "großen Enttäuschung".
Topfavoritin und Europameisterin Krause, die sich in Braunschweig ihren sechsten Titel in Serie abholen wollte, war für ihren ersten Start in diesem Jahr direkt aus einem Höhentrainingslager in der Schweiz nach Braunschweig gereist. Den Titel sicherte sich schließlich Elena Burkard (Calw) in 9:50,31 Minuten - eine Zeit, die Krause sonst locker im Training abspult.
Krause: "Es lief von Anfang an nicht"
"Es lief von Anfang an nicht", berichtete Krause, der offenbar die Hitze von deutlich über 30 Grad zu schaffen machte: "Ich hatte schwere Beine." Irgendwie sei "alles zusammengekommen. Unschön, so einen Tag hat man nicht gerne", sagte Krause, die betonte, sich nicht verletzt zu haben.
Überhaupt nicht lief es ebenfalls für Pamela Dutkiewicz über die Hürden. Die WM-Dritte von 2017 stolperte bei ihrem Saisoneinstieg am drittletzten Hindernis und schied damit bereits im Halbfinale aus. "ich weiß nicht genau, was passiert ist", sagte sie.
Einige Stars der Szene haben nach der Olympia-Verschiebung für Braunschweig auch abgesagt: So waren etwa Mittelstrecken-Ass Konstanze Klosterhalfen, Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler oder Sprinterin Gina Lückenkemper aus unterschiedlichen Gründen ebenso nicht dabei wie Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul oder Christoph Harting, Diskus-Olympiasieger von Rio.
(SID)
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