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Leichtathletik EM 2016: Gesa Felicitas Krause, Max Heß, David Storl und Co. wecken Olympia-Hoffnung
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Publiziert 10/07/2016 um 20:26 GMT+2 Uhr
Gesa Felicitas Krause, Max Heß, David Storl, Christina Schwanitz. Cindy Roleder und Co. haben bei der Leichtathletik-EM in Amsterdam nicht nur beeindruckende sportliche Erfolge eingefahren. Die deutschen Athleten gaben auch deutliche Fingerzeige Richtung Olympische Spiele 2016 in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) ab. Deutschland darf auf erfolgreiche Wettbewerbe in Brasilien hoffen.
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Die Alten lieferten, junge Wilde trumpften groß auf: Olympia kann für die deutschen Leichtathletik-Asse kommen. Mit mächtig Frauen-Power und insgesamt 16 EM-Medaillen im Gepäck haben die DLV-Athleten viel Selbstvertrauen für den Showdown in Rio getankt.
DLV-Präsident Clemens Prokop sagte dem "SID" mit Blick auf die am 5. August beginnenden Spiele an der Copacabana:
Leistungsträger punkten
Bei der EM in Amsterdam konnte sich der DLV einmal mehr auf seine Leistungsträger verlassen. Storl holte sich wie seine Trainingspartnerin Christina Schwanitz das nächste Gold ab und brennt mehr denn je auf Rio, Vize-Weltmeisterin Cindy Roleder meldete mit ihrem Triumph über die 100 Meter Hürden ebenfalls olympische Medaillenansprüche an, und die Shootingstars Heß mit seinem Sensations-Gold im Dreisprung oder Sprint-Teenie Lückenkemper mit Bronze über die 200 Meter weckten große Hoffnungen für eine große Zukunft. Gesa Felicitas Krause dominierte den 3000-Meter-Hindernislauf und sicherte sich ebenfalls Gold - in Rio kann sie nach einer Medaille greifen.
Schon vor dem letzten Wettkampftag hatte das deutsche Team mehr Medaillen gesammelt (3-4-3) als bei der gesamten EM vor zwei Jahren in Zürich (4-1-3), am Sonntag kam noch sechsmal Edelmetall hinzu. Am Ende landete das Team im Medaillenspiegel mit fünfmal Gold, viermal Silber und siebenmal Bronze auf Platz zwei hinter Polen.
Zudem will Diskus-Star Robert Harting pünktlich für Rio wieder in Top-Form sein. Auf die EM hatte der London-Olympiasieger aus Berlin nach einigen körperlichen Problemen verzichtet, um sich voll und ganz auf das absolute Highlight des Jahres konzentrieren zu können. Cheftrainer Idriss Gonschinska sagte mit einem Lächeln, da die starken DLV-Frauen elf der 16 Medaillen geholt haben:
Enttäuschungen und ein Problem
Natürlich musste die Mannschaft auch einige Enttäuschungen verkraften. Top-Sprinter Julian Reus schaffte es weder über 100 noch 200 Meter ins Finale, 90-Meter-Mann Thomas Röhler schwächelte als absoluter Gold-Favorit im Speerwurf verletzungsbedingt mit Platz fünf. Auch Christoph Harting ging mit dem Diskus als Vierter leer aus.
Vor einer kniffligen Aufgabe steht Gonschinska bei der Olympia-Nominierung im Speerwurf der Frauen: Mindestens ein Hochkaräter muss zu Hause bleiben, weil nur drei Starterinnen erlaubt sind. Am Ende wird es wohl Weltmeisterin Katharina Molitor oder ihre Vorgängerin Christina Obergföll treffen. Die deutsche Meisterin Christin Hussong scheiterte in Amsterdam zwar in der Qualifikation, ist aber schon für Rio qualifiziert. Und Linda Stahl überzeugte mit EM-Silber. Bleibt nur noch ein Rio-Platz übrig.
Gonschinska und kündigte eine intensive Analyse an, bevor dem DOSB der Nominierungsvorschlag zugeschickt wird:
Ein dickes Fragezeichen steht im Hinblick auf Olympia auch noch hinter Stabhochspringer Raphael Holzdeppe. Der 26-Jährige hatte seinen EM-Start verletzungsbedingt absagen müssen und vergab damit seine wohl letzte Chance, die Rio-Norm von 5,70 Meter noch nachzureichen. Trotzdem darf der Vize-Weltmeister, der in diesem Jahr bisher nicht über 5,40 Meter hinausgekommen ist, auf eine Sonderbehandlung hoffen.
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