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Leichtathletik EM 2026 in Birmingham: Olympia 2028 im Fokus - DLV vereint erfahrene Kräfte und junge Talente
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Publiziert 17/08/2026 um 00:22 GMT+2 Uhr
Die deutschen Leichtahtleten konnten bei der EM in Birmingham Selbstvertrauen für die anstehenden Großereignisse sammeln. Sechs Goldmedaillen bejubelte "Team D" in sieben Tagen im Herzen Englands. Erfolgreich waren nicht nur die arrivierten Topfavoriten, sondern auch die nächste Generation von Talenten. Olympia 2028 in Los Angeles kann kommen - aber die echte Standortbestimmung folgt bei der WM.
Über 90 Meter - EM-Rekord! Weber holt Gold im letzten Versuch
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Julian Weber tänzelte nach seinem goldenen Traumwurf leichtfüßig an den Journalisten vorbei, der zehn Jahre jüngere Sensationszweite Nick Thumm konnte sich hingegen vor Entkräftung kaum auf den Beinen halten.
Das famose deutsche Speerwurf-Duo stand sinnbildlich für das überaus erfolgreiche deutsche Leichtathletik-Team bei der EM in Birmingham: Die erfahrenen Topleute liefern weiterhin große Erfolge, die Youngster machen auf dem Weg Richtung Olympia 2028 aber mächtig Druck.
"Wir sind unfassbar stark, es kommt so viel Gutes in der Jugend hinterher. Wir machen echt einen guten Job", formulierte der nun zweimalige Europameister Weber quasi als Pressesprecher h.c. das deutsche EM-Fazit: "Man sieht es auch vor allem im Laufbereich, wie stark wir da geworden sind."
Wie auf Kommando lieferte Amanal Petros am Sonntag dann auch Marathon-Gold ab, Frederik Ruppert triumphierte über 3000 m Hindernis, insgesamt war es das beste deutsche EM-Ergebnis seit Budapest 1998. "Das macht echt Spaß", sagte Weber, "und ich hoffe, es wird auch so wahrgenommen und auch gefeiert."
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Die letzten Meter: Petros macht den Gold-Coup bei der EM perfekt
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Sechs Goldmedaillen nach Enttäuschung von Rom 2024
Vor zwei Jahren in Rom hatte nur Weitspringerin Malaika Mihambo Gold geholt - sie gehörte am Sonntag als Fünfte zu den wenigen Enttäuschten. In England zeigte sich das DLV-Aufgebot auf halber Strecke zu den Sommerspielen in Los Angeles deutlich breiter aufgestellt.
Ob die Werfer wie Weber und Thumm, die Mehrkämpfer mit Europameister Leo Neugebauer und die Läufer mit Hindernis-Königin Gesa Krause und Petros sorgten für reichlich Jubel.
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3000 m Hindernis: Krause holt Gold, Bronze an Gürth - Drama um Meyer
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Hinzu kam der überragende Sprinter Owen Ansah mit Gold über 200 und Bronze über 100 Meter. "Deutschland braucht Medaillen, dafür bin ich da", sagte er. Die Dopingtest-Affäre um den Hamburger ruinierte die deutsche Teamchemie nicht.
Auffällig war, wie offensiv und mental stark sich viele andere Deutsche in Birmingham präsentierten. Das wirkte ganz anders als bei den Tiefpunkten der vermasselten Weltmeisterschaften 2022 und 2023.
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Gold und Silber! Neugebauer hält Kaul in Zehnkampf-Krimi in Schach
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Weber und Neugebauer: Die Topfavoriten liefern
Beispiel Weber: Beim haushohen Speer-Favoriten lief es am Samstagabend gar nicht nach Wunsch. Dann übertraf er im letzten Versuch den sensationell führenden Thumm - um sieben Meter, mit 90,40, dem weitesten Wurf der EM-Geschichte mit dem aktuellen Speer-Modell.
"Ich habe mir gedacht, jetzt erst recht, ich habe das drauf", sagte Weber. Und dann: Ab dafür! Es ist eine Mentalität, wie sie auch Neugebauer bei seinem fulminanten Zehnkampfsieg im epischen Duell mit Niklas Kaul zeigte. "Ich habe mir selbst gezeigt, dass ich mich durchbeißen kann, wenn es darauf ankommt", sagte der Welt- und Europameister, der nun in Los Angeles die olympische Krönung möchte.
Bei anderen, vor allem jungen Deutschen führte der riesige Ehrgeiz noch zu überzogenen Erwartungen.
"Ich habe noch nie so eine Enttäuschung verspürt", sagte Hürdenläufer Owe Fischer-Breiholz - nach Platz fünf in seinem großen Finale. Der deutsche 1500-m-Rekordler Robert Farken rief nach dem Halbfinale Gold als Ziel aus - und wurde dann Neunter.
Zwei Generationen mit Ambitionen nach Los Angeles
Was die EM-Ergebnisse wert sind, wird die deutsche "Generation L.A." erst im weltweiten Vergleich erfahren, bei der WM 2027 in Peking als Olympia-Generalprobe. Doch vorerst sieht die Zukunft vielversprechend aus.
Für einige wird LA der letzte Karriere-Höhepunkt. Mihambo ist dann 34, Weber 33, Krause 36. Andere wie Neugebauer, dann 28, sollten dann auf dem Höhepunkt ihres Schaffens angelangt sein. Und für wieder andere geht es jetzt erst richtig los. "Das hier", sagte Silber-Hürdler Emil Agyekum, "war nur der Anfang."
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(SID)
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Ruppert Gold, Bebendorf Bronze: Deutsche Hindernisläufer räumen ab
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