Leichtathletik-EM - Fischer-Breiholz nach Rang fünf über 400-m-Hürden frustriert: "Nie so eine Enttäuschung verspürt"
Von Alex Frieling
Update 15/08/2026 um 12:21 GMT+2 Uhr
Für Owe Fischer-Breiholz ist das Finale über 400 Meter Hürden bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham mit einer herben Enttäuschung zu Ende gegangen. Während sein deutscher Teamkollege Emil Agyekum hinter Weltrekordhalter Karsten Warholm Silber gewann, musste sich der 22-Jährige mit Rang fünf begnügen und ging anschließend hart mit sich selbst ins Gericht.
Warholm überragt mit EM-Rekord - Agyekum holt Silber
Quelle: Eurosport
"Ich habe noch nie so eine Enttäuschung verspürt", sagte Fischer-Breiholz nach dem Rennen im "ARD"-Interview. Dabei habe sich der U23-Europameister vor dem Start eigentlich bestens gefühlt.
"Ich bin hier heute aufgewacht und wusste, es ist ein richtig guter Tag. Ich war bereit, alles zu geben, aber ich habe es überhaupt nicht geschafft", sagte er.
Deutlich erfolgreicher verlief das Finale für Agyekum, der mit 47,87 Sekunden eine starke Zeit lief. Der 27-Jährige sicherte sich hinter dem norwegischen Topstar Warholm (46,63) die Silbermedaille und sorgte damit für einen deutschen Erfolg über die 400 Meter Hürden.
Fischer-Breiholz kam nach 48,56 Sekunden ins Ziel, exakt drei Zehntel fehlten zu Bronze. "Schon die erste Hürde bin ich mit der falschen Seite raufgekommen. Ich bin das ganze Rennen mit der anderen Seite gelaufen. Das ist so ein dummer Fehler", ärgerte sich der 22-Jährige.
Fischer-Breiholz frustriert: "Es nervt mich so sehr"
Zwar habe er anschließend noch einmal versucht, das Ruder herumzureißen, auf den letzten Metern fehlte jedoch die Power. "Auf der letzten Geraden dachte ich, jetzt hole ich sie, aber dann ging mir die Kraft aus", schilderte Fischer-Breiholz.
Besonders bitter sei für ihn, dass er seine eigenen Möglichkeiten kenne und diese im wichtigsten Rennen nicht habe abrufen können. "Ich kenne ja mein Potenzial, weiß, was ich kann. Aber das habe ich nicht einmal gezeigt dieses Jahr. Es nervt mich so sehr", sagte Fischer-Breiholz.
Der fünfte Platz schmerzt ihn auch mit Blick auf die Zeiten der Medaillengewinner. "Vor allem, wenn man sieht, mit welchen Zeiten hier Medaillen geholt werden. Ich schaffe es einfach nicht, mir diese Medaille zu holen", erklärte der 22-Jährige, der 2026 schon 48,08 gelaufen war und auch im Halbfinale schneller war (48,23), enttäuscht.
Das könnte Dich auch interessieren: Goldjunge Ansah blendet die Nebengeräusche aus
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/08/14/image-79da79ed-1364-494f-a389-61953b815226-85-2560-1440.jpeg)
Sensationell! Ansah sprintet in unter 20 Sekunden zu 200-m-Gold
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung