Eurosport
Ultimate Championship: Hammerwerfer Hummel gewinnt Riesenpreisgeld bei neuem Wettbewerb - "Erstmal dick Steuern zahlen"
Von
Update 12/09/2026 um 10:45 GMT+2 Uhr
Gestolpert - und dann gewonnen: Vize-Weltmeister Merlin Hummel hat sich zum ersten Einzelsieger bei der neuen Ultimate Championship der Leichtathletik gekürt. Der 24 Jahre alte Hammerwerfer setzte sich zum Auftakt der Wettkämpfe in Budapest mit 81,46 Metern durch und strich gleich die enorme Gewinnsumme von 150.000 US-Dollar ein, die jeder Sieger einer Einzeldisziplin erhält.
Merlin Hummel sicherte sich den ersten Einzeltitel bei der Ultimate Championship
Fotocredit: Getty Images
150.000 US-Dollar an einem Abend, das ist nicht nur für einen Leichtathleten eine ganze Menge Geld - Merlin Hummel gab sich dennoch ziemlich unbeeindruckt.
Was er denn nun machen werde mit dieser Riesensumme, wurde der Hammerwerfer nach seinem Triumph bei der neuen Ultimate Championship gefragt.
"Ich glaube, erstmal dick Steuern zahlen", sagte er in der "ARD" grinsend: "Und dann hoffentlich gut anlegen." Auch auf seine Urlaubspläne nach der Saison werde der Gewinn wohl keine Auswirkungen haben, es gehe "wieder in den Schwarzwald, schön ruhig".
Das höchste Preisgeld der Leichtathletik-Geschichte, insgesamt zehn Millionen US-Dollar, wird in Budapest ausgeschüttet. Das war ein großes Thema schon im Vorfeld des Events, das noch bis Sonntag läuft.
Hummel: "Das kann kein Geld der Welt kaufen"
Hummel mag dies aber nicht als Hauptargument für Topleistungen am Saisonende sehen. "Ich mache das Ganze, weil es Spaß macht und weil der Weg das Ziel ist", sagte er: "Das hört sich blöd an, aber der Weg, den ich mit meinem Team gehe, mit allen, die mich unterstützen, der macht mich wirklich glücklich. Das kann kein Geld der Welt kaufen."
Die 150.000 Dollar seien "ein schönes Extra, aber ich habe null daran gedacht. Ich habe mich darauf fokussiert, meine Leistung abzurufen. Das ist mein Job, den habe ich erfolgreich gemacht." Aus deutscher Sicht ist am Wochenende unter anderem noch Speer-Europameister Julian Weber in Budapest dabei.
Der EM-Zweite lag am Freitag nach vier Versuchen vor Europameister und Lokalmatador Bence Halasz (80,30) und dem Ukrainer Mychajlo Kochan (78,90). Hummel schüttelte dabei auch eine brenzlige Situation ab: Während des zweiten Versuchs war er bei vollem Schwung gestolpert und gestürzt, der Hammer krachte seitlich in den Fangzaun.
"Da habe ich bestimmt 20.000 Euro an Equipment kaputt gemacht", sagte Hummel, er habe bei den folgenden Versuchen aber "keine Angst" gehabt: "Ich wollte All-in gehen und zeigen, was ich drauf habe, das ist mir zu 80 Prozent gelungen." Weltmeister Ethan Katzberg aus Kanada war schon nach zwei ungültigen Versuchen gescheitert.
Die deutsche Mixed-Staffel über 4x100 m lief zudem auf den sechsten Platz - das war weit weg vom Silber-Coup bei der EM in Birmingham, die Besetzung war allerdings auch eine völlig andere: Unter anderem fehlte Gina Lückenkemper, aus dem EM-Quartett stand nur Kevin Kranz im Aufgebot. Er lief mit Sina Kammerschmitt, Jolina Ernst und Robin Ganter, am Ende standen 40,85 Sekunden. Der Sieg ging an die USA (39,64) vor Jamaika (39,72) und Großbritannien (40,26).
Sieger in Einzeldisziplinen erhalten 150.000 US-Dollar
Die Ultimate Championship findet in Budapest erstmals statt und dauert noch bis Sonntag. Der Leichtathletik-Weltverband wollte ein kompaktes, fernsehfreundliches Format mit nur 28 Entscheidungen in drei Tagen schaffen, so wurden etwa der Zehnkampf, Kugelstoßen, Diskuswurf oder Marathon gestrichen. Neben der Mixed-Staffel sind insgesamt nur fünf deutsche Athleten am Start, auch Speer-Europameister Julian Weber greift am Wochenende noch ein.
Die Teilnehmenden lockte auch die Aussicht auf einen großen Zahltag am Saisonende nach Budapest. Nie zuvor in der Leichtathletik wurde ein so hohes Preisgeld ausgeschüttet. Zusammen werden die Athleten zehn Millionen US-Dollar verdienen, jeder Sieger einer Einzeldisziplin erhält 150.000 US-Dollar.
Das könnte Dich auch interessieren: Krause und Meyer legen EM-Zoff bei: "Haben uns ausgesprochen"
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/08/11/image-97d94ff4-aa56-4a6a-8446-0eef3b4df907-85-2560-1440.jpeg)
"Der ist weit!" Hummel haut einen raus und holt Silber
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung