Ingebrigtsen-Brüder erklären Bruch mit Vater und Trainer - Norweger packen über körperliche Gewalt aus

Jakob Ingebrigtsen und seine Brüder Filip und Henrik haben ihr Schweigen über den Zwist mit ihrem Vater und ehemaligen Trainer Gjert gebrochen und dabei schwere Vorwürfe geäußert. Das norwegische Leichtathletik-Erfolgstrio, das sich über 1500 Meter einen Namen gemacht hat, sprach in einem von "Verdens Gang" veröffentlichten Statement von "körperlicher Gewalt und Drohungen".

Jakob Ingebrigtsen

Fotocredit: Getty Images

"Zu schreiben, was wir jetzt schreiben werden, tut in vielerlei Hinsicht weh", erklärten die Brüder um Weltmeister und Olympiasieger Jakob: "Es tut weh, weil es eine Person betrifft, die uns und unserer Karriere viel bedeutet hat."
"Als wir mit Gjert Schluss machten, dachten wir, wir könnten die Situation geordnet regeln, ohne die zugrunde liegenden Umstände zu erwähnen. Wir erkennen jetzt, dass das nicht möglich ist", führten sie weiter aus.
Zwar wurde die Trennung bereits im Februar 2022 vollzogen, doch das Verhältnis zwischen dem Vater und seinen Söhnen entwickelte sich daraufhin zu einer öffentlichen Schlammschlacht. Mit ihrem Statement wollten die Brüder nun reinen Tisch machen.
"Wir sind mit einem Vater aufgewachsen, der sehr aggressiv und kontrollierend war und im Rahmen seiner Erziehung körperliche Gewalt und Drohungen eingesetzt hat", ließen sie tief blicken: "Wir spüren immer noch Unbehagen und Angst, die uns seit unserer Kindheit begleiten. Als wir jünger waren, waren wir eine große Gruppe von Geschwistern, die das gemeinsam durchgestanden haben. Jetzt ist die Situation unerträglich."

Ingebrigtsen-Brüder machen Schluss - Vater wehrt sich

Letztlich habe es den Brüdern gereicht, sie zogen 2022 die Reißleine: "Vor zwei Jahren hatten wir genug. Von diesem Moment an beschlossen wir, mit unserem Vater zu brechen. Dann wurde es auch für uns unmöglich, mit ihm als Trainer weiterzumachen."
Gjert Ingebrigtsen wehrte sich im Gespräch mit "Verdens Gang" und stritt die Vorwürfe ab. "Ich bin als Vater und Ehemann alles andere als perfekt, aber ich bin nicht gewalttätig", beteuerte der 57-Jährige.
Seine Argumentation: "Unsere Familie lebt seit vielen Jahren in der Öffentlichkeit. Es ist unvorstellbar, dass es in diesem öffentlichen Familienleben zu Gewalt gekommen sein soll. Das norwegische Volk konnte unser Leben sehen, im Guten wie im Schlechten."
Darüber hinaus zeigte er sich enttäuscht über die "tragische Situation", in der sich seine Familie befindet. "Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir in den Medien falsche Anschuldigungen gegeneinander verbreiten", sagte er: "Es macht mich zutiefst unglücklich. Wie wir das überwinden sollen, weiß ich nicht - aber wir müssen es versuchen."
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Quelle: Eurosport

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