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ISTAF in Berlin: Malaika Mihambo und Julian Weber siegen - Yemisi Ogunleye verpasst Bestleistung von Olympia klar
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Update 27/07/2025 um 17:42 GMT+2 Uhr
Tokio-Olympiasiegerin Malaika Mihambo hat zum dritten Mal das Leichtathletik-Meeting ISTAF im Berliner Olympiastadion gewonnen. Die Weitspringerin von der LG Kurpfalz zeigte sich eine Woche vor den Deutschen Meisterschaften in Dresden in guter Verfassung und gewann mit 6,73 m. Rang zwei belegte die Portugiesin Agate de Sousa mit 6,57 m. Auf Platz drei landete Esraa Owis (6,52 m) aus Ägypten.
Malaika Mihambo gewinnt das ISTAF in Berlin
Fotocredit: Getty Images
Malaika Mihambo schickte Kusshände ins Publikum, Julian Weber reckte beide Arme in den Berliner Himmel, 28.500 Zuschauer jubelten.
Beim ISTAF im Olympiastadion haben sich die deutschen Leichtathletik-Stars in guter Form präsentiert - dass aber die Saisonhöhepunkte erst noch bevorstehen, war ihnen auch anzumerken.
"Ich habe mich nicht ganz fit gefühlt, aber versucht, mein Bestes zu geben", sagte Olympiasiegerin Mihambo nach ihrem Sieg im Weitsprung.
Nach Startschwierigkeiten, die für Mihambo nicht ungewöhnlich sind, schob sich die 31-Jährige in ihrem dritten Versuch über 6,73 m auf den ersten Rang und behauptete diesen bis zum Schluss. Die sieben Meter blieben an diesem Tag jedoch unerreicht.
Weber bleibt unter 90 Meter - und siegt trotzdem
Auch die 90-Meter-Marke im Speerwurf war nicht zu knacken. "Es war ein guter Wettkampf. Ich bin echt schlecht reingekommen, beim letzten Versuch hat es dann einigermaßen gepasst. Ich hätte euch gerne die 90 Meter gezeigt, die sind auf jeden Fall in mir", sagte Weber, der sich den Sieg mit 84,03 m gesichert hatte.
Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye musste sich mit 18,88 m knapp geschlagen geben. Doch die Athletin von der MTG Mannheim blieb gelassen.
"Drehstoß ist einfach eine sehr technische Disziplin. Wenn man seinen Rhythmus nicht findet, dann fliegt die Kugel nicht und dann ist eben eine gewisse Frustration da", sagte Ogunleye: "Ich habe den Wettkampf noch gedreht - und darauf kommt es am Ende an."
Lückenkemper überzeugt auf Rang zwei
Auch Gina Lückenkemper konnte mit ihrem zweiten Platz und einer 100-m-Zeit von 11,05 Sekunden zufrieden sein. Zwar blieb ein Lauf unter elf Sekunden wie im Vorjahr aus, doch die deutsche Sprinterin erzielte eine Saisonbestleistung.
Dass die Höhepunkte der Saison noch ausstehen, war spürbar. Für viele Athletinnen und Athleten war das ISTAF eine wichtige Standortbestimmung vor den Deutschen Meisterschaften in Dresden am kommenden Wochenende sowie den Weltmeisterschaften in Tokio (13. bis 21. September).
"Man spürt die Beine. Man ist gerade in einer Trainingsphase, wo sehr sehr viel geackert wird im Hinblick auf die Weltmeisterschaften. Es geht uns Mädels glaube ich allen so, dass wir wieder ins Training müssen, um uns auf große Wettkämpfe vorzubereiten", bestätigte Ogunleye.
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Yemisi Ogunleye beim ISTAF in Berlin
Fotocredit: SID
Abseits der großen Namen sorgten auch andere für Glanzlichter: Der Leipziger Robert Farken verbesserte mit 3:48,83 Minuten seinen eigenen deutschen Rekord über die selten gelaufene Meile. Hindernisläuferin Lea Meyer lief über 2000 Meter Hindernis in 5:57,76 Minuten zur Weltjahresbestleistung – ebenfalls in einer eher selten ausgetragenen Disziplin.
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(SID)
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Das ist Gold für Deutschland! Ogunleye kann es nicht fassen
Quelle: Eurosport
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