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Konstanze Klosterhalfen und Gina Lückenkemper überzeugen in Chorzow vor der Heim-EM in München
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Publiziert 07/08/2022 um 10:20 GMT+2 Uhr
Konstanze Klosterhalfen und Gina Lückenkemper haben beim Diamond-League-Meeting in Chorzow überzeugt und blicken der Heim-EM in München wieder entspannter entgegen. Klosterhalfen näherte sich nach überstandener Corona-Infektion wieder der alten Form. Lückenkemper haderte noch mit ihrer größten Schwäche, dem Start. Nicht ganz zufrieden war Julian Weber.
Konstanze Klosterhalfen
Fotocredit: Getty Images
Konstanze Klosterhalfen stand nach ihrem 3000-m-Lauf entspannt beim "Sky"-Interview und konnte endlich wieder lächeln. "Das war für mich wie ein Befreiungsschlag", sagte die Mittelstrecklerin nach Platz sieben erleichtert. Kurz darauf präsentierte auch Sprinterin Gina Lückenkemper nach Rang vier über 100 m ihr Strahlegesicht. "Mit diesem Platz in so einem Feld kann ich wirklich zufrieden sein. Das gibt auf jeden Fall Selbstvertrauen für die EM in München", sagte die Berlinerin.
Beide haben sich beim Höhepunkt im Olympiastadion von 1972 (15. bis 21. August) viel vorgenommen, vor allem nach der für die deutsche Leichtathletik so enttäuschenden WM von Eugene.
Klosterhalfen hat wieder Hoffnung geschöpft, der Körper spielt wieder mit. "Das Rennen hat mir wieder Spaß gemacht. Ich habe mich wieder stark gefühlt. Daraus kann ich viel Positives für die EM ziehen", sagte die Leverkusenerin nach ihren 8:42,34 Minuten. Bis 250 Meter vor dem Ziel hatte sie gut mitgehalten. Als jedoch Doppel-Olympiasiegerin Sifan Hassan (Niederlande/8:39,27) ihren unwiderstehlichen Spurt anzog, riss die Spitzengruppe auseinander.
Bei der WM gut zwei Wochen zuvor war Klosterhalfen über 5000 m noch deutlich unter Wert geschlagen worden. Völlig entkräftet wurde sie nach überstandener Coronainfektion im Vorlauf nur Achte, 17 Sekunden fehlten ihr zum Finaleinzug. Danach? Ein Bild des Jammers.
Lückenkemper hadert mit Start
Auch Lückenkemper musste zusehen, wie sich eine Sprinterin aufmachte, die Konkurrenz zu deklassieren. Unaufhaltsam trommelte die fünfmalige Weltmeisterin und zweimalige Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce aus Jamaika die 100 m in der Jahres-Weltbestzeit von 10,66 Sekunden herunter. "Sie ist schon eine Granate", sagte Lückenkemper, die sich nach schwachem Beginn in 11,10 auf Rang vier vorarbeitete. "Ich muss beim Start aggressiver sein, da habe ich noch nicht wirklich die richtige Balance gefunden", sagte die EM-Zweite selbstkritisch.
Nicht glücklich drein schaute dagegen Speerwerfer Julian Weber. Der Olympia- und WM-Vierte musste sich mit seinen 84,94 m mit Rang zwei zufriedengeben. 1,74 m vor dem Mainzer lag der Tscheche Jakub Vadlejch (86,88), der ihm bei der WM Bronze weggeschnappt hatte. "Heute hat etwas die Spannung gefehlt", sagte Weber.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand einmal mehr Stabhochsprung-Star Armand Duplantis. 13 Tage nach seinem WM-Triumph von Eugene, wo er den Weltrekord auf 6,21 m verbessert hatte, flog der 22 Jahre alte Schwede im dritten Versuch über 6,10 m. Für Duplantis war es der zehnte Wettkampf in seiner Karriere - Freiluft wie Halle - mit einer Siegeshöhe von 6,10 m und höher.
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(SID)
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Goldener Abschluss: Duplantis springt Weltrekord - Mihambo fliegt zu Gold
Quelle: SNTV
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