Frust pur bei Diskuswerfer Mika Sosna nach Leichtathletik-WM in Tokio wegen schwerer Bedingungen: "Ich war völlig überfordert"
Publiziert 22/09/2025 um 18:34 GMT+2 Uhr
Diskuswerfer Mika Sosna hat nach dem WM-Finale in Tokio heftige Kritik an den Bedingungen geübt. Dauerregen und ständige Unterbrechungen machten den Wettkampf für den 22-Jährigen zum Fiasko – am Ende reichte es für ihn nur zu Platz elf. "Es war wie in einem schlechten Film", schimpfte Sosna im Gespräch mit "Sport 1". Der Ring sei "spiegelglatt, teilweise wirklich wie Glatteis" gewesen.
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Quelle: Eurosport
Diskuswerfer Mika Sosna hat nach seinem enttäuschenden WM-Auftritt in Tokio deutliche Worte gefunden. Der 22-Jährige war am Sonntag beim Triumph des Schweden Daniel Stahl mit 58,60 Metern nur Elfter geworden und machte die widrigen Bedingungen verantwortlich.
"Es war wie in einem schlechten Film. Wir mussten ständig rein und raus, uns immer wieder neu warm machen – und dann setzte plötzlich wieder Regen ein, teilweise sogar richtig heftig", erklärte Sosna gegenüber "Sport1".
"Viele Athleten haben sich extrem darüber beklagt, wie man eine Weltmeisterschaft unter diesen Bedingungen durchführen kann."
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Sosna habe "wirklich alles versucht. Am Ende hatte ich sogar Socken über den Schuhen, einfach damit ich ein bisschen Halt finde."
Sosna: "Können froh sein, dass sich niemand schwer verletzt hat"
Weil der Kreis immer rutschiger wurde, seien Regeln kurzfristig aufgeweicht worden: "Man durfte mit Straßenschuhen werfen, andere tapten ihre Schuhe – jeder improvisierte. Aber bei mir hat nichts funktioniert. Ich war völlig überfordert."
Dies resultierte in für ihn sehr enttäuschenden 58,60 Metern - seine Saisonbestleistung (70,05m) verfehlte er um über elf Meter. Noch größere Probleme hatte sein Landsmann Henrik Janssen: Dem 27-Jährigen gelang im Nationalstadion von Tokio kein gültiger Versuch, weshalb er sich hinter Sosna auf dem letzten Platz einreihte.
Die sportliche Enttäuschung war aber nicht der einzige Grund für Sosnas heftige Kritik. Der DLV-Athlet mahnte auch die Sicherheitsrisiken an:
"Wir können alle froh sein, dass sich niemand schwer verletzt hat. Jeder Schritt war riskant, jeder Versuch ein Balanceakt. Bei einer WM sollte sowas eigentlich nicht vorkommen."
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