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Leichtathletik-WM: Speerwerfer Julian Weber unterstreicht Gold-Ambition: Mit Topweite ins Finale von Tokio
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Update 17/09/2025 um 15:02 GMT+2 Uhr
Gold-Hoffnung Julian Weber hat bei der Leichtathletik-WM die erste Hürde auf dem Weg zur ersehnten Medaille locker gemeistert. Der 31-Jährige schaffte in der Qualifikation am Mittwoch im zweiten Versuch starke 87,21 m und zog damit als bester Werfer seiner Qualifikationsgruppe in die Entscheidung am Donnerstag ein.
87,21 Meter! Weber mit Top-Weite ins Speerwurf-Finale
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"Ich bin mega happy, dass ich hier heute überhaupt stehe und werfen kann", sagte Weber, der im Vorbereitungscamp in Miyazaki flach gelegen hatte, in der "ARD": "Es war ein Virus oder so. Auf jeden Fall ging es mir da nicht so gut. Umso glücklicher und dankbarer bin ich, dass ich jetzt hier trotzdem die Quali geschafft habe. Es war nicht der schönste Wurf, aber Hauptsache relativ weit."
Weber hat in diesem Jahr erstmals die magische 90-Meter-Marke geknackt und ist mit seinen 91,51 m als Nummer eins der Welt nach Japan gereist. In Tokio will der Sportsoldat endlich seinen WM-Fluch besiegen, denn auf der ganz großen Bühne hat es für den Europameister von 2022 bisher nicht zu einer Medaille gereicht, obwohl er oft als Mitfavorit galt. Im ersten Durchgang warf Weber 82,29 m zum Warmwerden.
Bei den Weltmeisterschaften 2022 und 2023 wurde Weber jeweils Vierter, auch vor vier Jahren bei Olympia in Tokio musste sich Weber mit dem undankbarsten aller Ränge zufrieden geben - 14 Zentimeter fehlten ihm damals zu einer Medaille. Bei Olympia in Paris wurde Weber Sechster.
Auch diesmal ist die Konkurrenz wieder gewaltig. Paris-Olympiasieger Arshad Nadeem (85,28/Pakistan), Titelverteidiger und Tokio-Olympiasieger Neeraj Chopra (84,85/Indien) stehen ebenfalls im Finale und werden sehr hoch eingeschätzt. Außerdem dabei sind unter anderem die Ex-Weltmeister Anderson Peters (89,53/Grenada) und Julius Yego (85,96/Kenia) sowie London-Olympiasieger Keshorn Walcott (83,93/Trinidad & Tobago), die sich alle in diesem Jahr schon stark zurückgemeldet haben. Mit dem Brasilianer Luiz da Silva (81,12) scheiterte nur ein Medaillenkandidat in der Qualifikation.
WM: Dreispringer Heß scheidet aus
Dreispringer Max Heß hat bei der Leichtathletik-WM in Tokio den Einzug ins Finale verpasst. Der frühere Europameister kämpfte in der Qualifikation mit den Nachwirkungen einer Verletzung und kam nicht über 16,09 m hinaus. Den zweiten Versuch brach Heß ab, zum dritten trat er gar nicht erst an.
"Die ganze Saison war durchwachsen. Ich bin ganz gut gestartet, aber dann war ich eine Zeit lang verletzt. Danach habe ich zweieinhalb Monate versucht, halbwegs fit zu werden – am Ende hat es nicht ganz gereicht, um eine gute Performance abzuliefern", sagte Heß in der "ARD".
Das Finale steigt am Freitag. Im Winter hatte Heß bei der Hallen-EM die Silbermedaille gewonnen.
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WM: Junk im Halbfinale über 200 m
Sprinterin Sophia Junk hat mit einem starken Auftritt im "Dampfbad von Tokio" das WM-Halbfinale über 200 m erreicht. Die deutsche Meisterin belegte bei hohen Temperaturen in ihrem Vorlauf in 22,81 Sekunden den dritten Platz und löste direkt das Ticket für die nächste Runde am Donnerstag. Das Finale findet am Freitag statt.
"Ich hätte gedacht, dass ich noch ein Zehntel schneller laufe – ich habe mich wirklich so gut gefühlt wie noch nie. Aber bei so einem großen Meisterschaftsrennen muss man das erstmal auf die Bahn bringen. Dass ich heute das große Q sichern konnte, freut mich total", sagte Junk in der "ARD".
Die Bedingungen am Mittwochabend beschrieb sie als herausfordernd: "Die Luftfeuchtigkeit ist extrem hoch, es geht kein Wind, und auf dem Aufwärmplatz hat die Sonne richtig geknallt. Man kommt gar nicht mit dem Trinken hinterher."
Die zweite deutsche Starterin Jessica‑Bianca Wessolly (23,33) schied aus. Die neue 100‑m‑Weltmeisterin Melissa Jefferson‑Wooden (USA/22,24) kam ebenso souverän weiter wie Titelverteidigerin Shericka Jackson (Jamaika/22,33). 100-m-Olympiasiegerin Julien Alfred aus St. Lucia musste drei Tage nach dem Gewinn der Bronzemedaille über 100 m verletzungsbedingt auf einen Start verzichten.
WM: Lyles in Tokio auf Medaillenkurs
Bei den Männern löste Topfavorit Noah Lyles (USA) drei Tage nach seiner Niederlage über die 100 m vor den Augen von Leichtathletik-Legende Usain Bolt in 19,99 Sekunden souverän das Halbfinalticket. Die Tagesbestzeit stellte Bryan Levell (19,84/Jamaika) auf. Lyles könnte in Tokio seinen vierten WM‑Titel in Folge über 200 m holen – und mit Weltrekordler Bolt gleichziehen.
Für Olympiasieger Letsile Tebogo (20,18/Botswana) stellten die Vorläufe ebenso kein Problem dar wie für Australiens Supertalent Gout Gout, der 17-Jährige kam mit seinen 20,23 Sekunden weiter.
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(SID)
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