Leichtathletik-WM 2025: Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye verpasst Kugelstoß-Medaille und wird in Tokio nur Sechste

Keine weitere Medaille für die Olympiasiegerin: Yemisi Ogunleye hat bei der Leichtathletik-WM den nächsten Coup verpasst. Die 26-Jährige kam in Tokio mit ihrem ersten Versuch lediglich auf 19,33 m, das reichte ihr ein Jahr nach ihrem Triumph von Paris "nur" zu Platz sechs. In einem hochklassigen Finale fehlten Ogunleye 73 Zentimeter zu Bronze. Gold ging an Jessica Schilder (Niederlande/20,29 m).

Yemisi Ogunleye bleibt in Tokio ohne Medaille

Fotocredit: Getty Images

Silber holte Titelverteidigerin Chase Jackson (20,21/USA), Bronze gewann die Neuseeländerin Maddison-Lee Wesche (20,06). Selbst ihre Siegerweite von Paris (20,00 m) hätte Ogunleye in Tokio also nicht zu einer Medaille gereicht.
"Ich bin in die WM gegangen und wollte Spaß haben. Ich habe alles gegeben, das kann ich 100 Prozent sagen. Ich habe vielleicht in der Qualifikation ein paar Körner gelassen", sagte Ogunleye in der "ARD": "Wir waren mit drei Deutschen im Finale und müssen uns mit unseren Leistungen nicht verstecken."
"19,33 m und Platz sechs bei einer Weltmeisterschaft - da brauche ich mich nicht zu verstecken", ergänzte sie: "Ich habe abgerufen, was ich konnte heute Abend" nach der Qualifikation "heute Morgen. Diese Doppelbelastung muss man auch erstmal wegstecken. Die Mädels vorne waren einfach super stark und das erkenne ich auch einfach an."
Alina Kenzel (18,42/Stuttgart) wurde Zehnte, Katharina Maisch (18,21/Chemnitz) landete auf Rang elf. Damit hat das deutsche Team in Tokio weiterhin drei Mal Silber auf dem Medaillenkonto.

Ogunleye verpasst 20 meter klar

Ogunleye hatte während der Saison mit Achillessehnenproblemen zu kämpfen, rechtzeitig zu den Titelkämpfen meldete sich die Sportsoldatin aber wieder topfit, zeigte am Morgen eine souveräne Qualifikation - allerdings waren Schilder und Co. dann im entscheidenden Moment besser.
Sie legte mit 19,33 m recht verhalten los, aber es sollte trotzdem ihre beste Weite bleiben. Der zweite und dritte Versuch waren ungültig, danach folgten lediglich 18,62 m.
Für die letzten beiden Versuche kratzte Ogunleye noch einmal all ihre Kräfte zusammen, doch es kamen nur 18,73 und 18,89 m dabei heraus. Ihr Ziel waren "natürlich die 20 m, dafür bin ich hierher gekommen", hatte Ogunleye im Vorfeld gesagt - doch sie schaffte es nicht.
  • Die Leichtathletik-WM in Tokio von 13. bis 21. September – alle Wettkämpfe live und auf Abruf bei discovery+

Letzte deutsche WM-Medaille durch Schwanitz

Auch ihr Glaube half Ogunleye im Nationalstadion diesmal nicht auf das Podest. Ihre Kette mit dem "Jesus"-Schriftzug nahm sie nur für den Wettkampf ab. Ogunleyes Vertrauen in Gott sei ihre Superkraft, sagte sie im Vorfeld, aber "die Superkraft hängt nicht an dieser Kette, sondern in meinem Herzen".
Ihr Glaube verleihe ihr Ruhe und Gelassenheit, weil sie weiß, "ich werde schon geliebt", sagte Ogunleye: "Unabhängig davon, wie weit die Kugel fliegen wird". Für die nächste Medaille flog sie dann nicht weit genug. Die bisher letzte WM-Medaille einer deutschen Kugelstoßerin holte Christina Schwanitz mit Bronze 2019, Schwanitz ist weiterhin auch die letzte Kugel-Weltmeisterin aus Deutschland (2015).
(SID)
picture

Souveränes Rennen: Deutsche Staffel um Lückenkemper macht Finale perfekt

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung