Leichtathletik-WM: Weltrekord von Marita Koch über 400 m wackelt kurz vorm Jubiläum - Sydney McLaughlin-Levrone glänzt

Sydney McLaughlin-Levrone hat bei der Leichtathletik-WM in Tokio den Uralt-Weltrekord von Marita Koch über 400 m nur knapp verfehlt. Die 26 Jahre alte US-Amerikanerin sicherte sich im verregneten Finale in 47,78 Sekunden ihren ersten großen Titel über die "flache" Stadionrunde und blieb mit der zweitbesten je gelaufenen Zeit nur 18 Hundertstel über der Bestmarke der DDR-Läuferin vom Oktober 1985.

Zweitschnellste Zeit jemals! McLaughlin-Levrone kratzt am Uralt-Rekord

Quelle: Eurosport

McLaughlin-Levrone, die den Weltrekord über 400 m Hürden hält und als erste Läuferin beide Bestmarken auf sich hätte vereinen können, setzte sich im Finale am Donnerstag vor Titelverteidigerin Marileidy Paulino (Dominikanische Republik) durch, die in 47,98 Sekunden ebenfalls unter der seit Kochs Weltrekord nicht mehr geknackten 48-Sekunden-Marke blieb.
Dritte wurde 2019er-Weltmeisterin Salwa Eid Naser (Bahrain/48,19). Bereits im Halbfinale war McLaughlin-Levrone in 48,29 Sekunden auf Platz sieben der "ewigen" Bestenliste gelaufen.
"Es ist unglaublich, es ist eine Ehre. Ich wusste, dass viele an meinem Wechsel von 400 m Hürden auf die 400 m auf der Flachstrecke zweifelten, aber letztendlich hatte ich Vertrauen in mein Training", sagte McLaughlin-Levrone: "Ich wusste, dass ich es in mir hatte, so schnell zu laufen. Es war nur eine Frage der Zeit."
Bislang hatte McLaughlin-Levrone auf der Hürden-Runde neue Maßstäbe gesetzt. 2021 in Tokio und 2024 in Paris war sie Olympiasiegerin, 2022 in Eugene Weltmeisterin geworden. Den Weltrekord über 400 m Hürden hatte sie in sechs Schritten von 52,16 auf nicht für möglich gehaltene 50,37 Sekunden verbessert.
Kochs Bestmarke ist der zweitälteste Weltrekord - Männer wie Frauen - in einer olympischen Leichtathletik-Disziplin. Seit 42 Jahren steht der 800-m-Weltrekord der Tschechin Jarmila Kratochvilova aus dem Jahr 1983. Kratochvilova hielt vor Koch auch die 400-m-Bestmarke, ebenfalls 1983 lief sie als erste Frau unter 48 Sekunden (47,99).

WM: Botswana dominiert 400 m

Den WM-Titel bei den Männern sicherte sich in Tokio Überraschungsmann Busang Collen Kebinatshipi (Botswana) in 43,53 Sekunden vor Jereem Richards (Trinidad und Tobago/43,72) und seinem Landsmann Bayapo Ndori (44,20).
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Gold und Bronze! Botswanische Festspiele über 400 Meter

Quelle: Eurosport

Titelverteidiger Antonio Watson (Jamaika) war schon im Vorlauf ausgeschieden. Paris-Olympiasieger Quincy Hall (USA) fehlte verletzt.

WM: Joyeux Zehnte im Dreisprung

Dreispringerin Caroline Joyeux (Berlin) ist bei ihrem WM-Debüt auf einem beachtlichen zehnten Platz gelandet - die 24-Jährige sprang im Regen von Tokio beim Triumph von Leyanis Pérez Hernández genau 14,00 m und war damit die zweitbeste Europäerin.
Die Kubanerin Pérez Hernández schaffte mit 14,94 m eine neue Weltjahresbestleistung und war damit nicht zu schlagen. Paris-Olympiasiegerin Thea LaFond (14,89/Dominica) sprang im letzten Versuch noch auf Platz zwei, für Weltrekordlerin Yulimar Rojas (14,76/Venezuela) reichte es diesmal nur zu Bronze.
Rojas, die nach einem Achillessehnenriss die Olympiasaison verpasst hatte, hatte eigentlich ihren fünften WM-Titel in Serie angepeilt - doch dafür reichten ihre Kräfte dann doch nicht.
(SID)
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19,51 Sekunden! Lyles mit Ausrufezeichen im Halbfinale über 200 m

Quelle: Eurosport


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