Diamond League London | Mihambo über sieben Meter - Harting Siebter

Weitsprung-Europameisterin Malaika Mihambo hat ihre Glanzform bestätigt und ist beim dritten Wettkampf in Folge über sieben Meter geflogen. Beim Diamond-League-Meeting in London siegte die 25-Jährige von der LG Kurpfalz mit 7,02 m überlegen vor der viermaligen Weltmeisterin Brittney Reese aus den USA (6,82). Mihambo verfehlte ihre im Juni in Rom erzielte Bestweite von 7,07 m nur knapp.

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Die Deutsche führt gut zwei Monate vor der WM in Doha (27. September bis 6. Oktober) auch die Jahresweltbestenliste und stellte in London einen neuen Meetings-rekord auf. In Weinheim war Mihambo 7,05 m gesprungen.
"Das war wirklich gut, auch wenn es starken, wechselnden Gegenwind gab", sagte Mihambo:
Über 100 m kam Gina Lückenkemper im von Peking- und London-Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce (Jamaika) in hochklassigen 10,78 Sekunden gewonnenen Finale in Saisonbestzeit von 11,14 auf Platz fünf. Tatjana Pinto wurde in 11,28 Achte, die Paderbornerin hatte sich aber im Vorlauf mit 11,12 Sekunden an die Spitze der deutschen Jahresbestenliste gesetzt.

Harting bleibt hinter Top-Weite zurück

Diskus-Olympiasieger Christoph Harting warf in London derweil deutlich an einer Spitzenplatzierung vorbei. Der 29-Jährige kam mit mäßigen 63,81 m auf Rang sieben und blieb deutlich hinter seiner Saisonbestleistung (66,01) zurück.
Bei seinen bisherigen Starts in der Diamond-League-Saison hatte Harting die Plätze fünf (Doha), sechs (Stockholm) und und zehn (Rabat) belegt.

Stahl sichert sich Diskussieg

Den Sieg im Londoner Olympiastadion sicherte sich der schwedische Jahresweltbeste Daniel Stahl mit 68,56 m vor seinem jamaikanischen Dauerrivalen Fedrick Dacres (67,09) und dem Litauer Andrius Gudzius (65,40), der 2017 an gleicher Stelle Weltmeister geworden war.
Der einstige britische Hoffnungsträger Lawrence Okoye landete bei seinem Comeback nach sieben Jahren Wettkampfpause mit 60,80 m auf Platz neun.
Der heute 27-Jährige hatte 2012 mit stattlichen 68,24 m seine persönliche Bestleistung erzielt, danach aber seine Leichtathletik- zugunsten einer Football-Karriere aufgegeben. Bei sechs verschiedenen Teams in der US-Eliteklasse NFL konnte sich Okoye aber nicht durchsetzen und bestritt kein Spiel.

Hassan stellt Europarekord auf

Sifan Hassan stellte unterdessen über 5000 Meter einen neuen Europarekord auf. Die Niederländerin kam über zwölfeinhalb Stadionrunden in 14:22,12 Minuten auf Platz drei und blieb rund anderthalb Sekunden unter der bisherigen Bestmarke der Russin Lilija Schobuchowa aus dem Jahr 2008 (14:23,75).
Hassan hatte bereits neun Tage zuvor den Weltrekord über eine Meile gebrochen. Siegerin in London wurde Kenias Weltmeisterin Hellen Obiri in der Jahresweltbestzeit von 14:20,36 Minuten.
(SID)
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