Marathon-Weltrekordler Sabastian Sawe wappnete sich gegen Doping-Vorwürfe: Sponsor Adidas half Kenianer vor Fabellauf
Update 28/04/2026 um 08:21 GMT+2 Uhr
Der Kenianer Sabastian Sawe knackte am Sonntag in London den Marathon-Weltrekord, lief die 42,195 Kilometer als Erster unter offiziellen Bedingungen unter zwei Stunden (1:59:30 Stunden). Dass die Doping-Vorwürfe im Anschluss von allein kommen würden, ahnte der 31-Jährige offenbar schon weit im Voraus - und unterzog sich mit finanzieller Hilfe seines Sponsors Adidas strengsten Doping-Kontrollen.
Historisch! Sawe erster Mensch unter zwei Stunden
Quelle: Eurosport
Dabei wurde er auch von seinem Sponsor unterstützt: Rund 50.000 Euro investierte ein Ausrüster vor dem Berlin-Marathon im September 2025, um zusätzliche und engmaschigere Dopingtests zu ermöglichen. Insgesamt absolvierte Sawe innerhalb weniger Monate 25 Kontrollen über Blut und Urin.
”An einem Tag habe ich mich sogar zweimal testen lassen. Früh am Morgen und spät am Abend”, berichtete der Kenianer im Interview mit dem britischen ”Guardian” und sagte dem Portal ”LetsRun”: ”Doping ist wie Krebs.”
Der Weltrekordler kontaktierte zuvor eigenständig die Unabhängige Integritätskommission, um zusätzliche Tests durchführen zu lassen (AIU). ”Der Hauptgrund war zu zeigen, dass ich sauber bin und das ernst nehme”, berichtete er.
Sawe wollte sich dabei auch von zahlreichen Landsmännern abgrenzen. 145 Kenianer waren seit 2017 positiv getestet worden, Ruth Chepngetichs Weltrekord im Jahr 2024 (2:09:56 Stunden) war wegen Dopings aberkannt worden.
Marathon-Weltrekordler will nur saubere Athleten in Trainingsgruppe
Auch deshalb hatte Sawe eine strikte Entscheidung für seine Trainingsgruppe getroffen: Wer Teil des Teams werden oder bleiben wolle, müsse einen Vertrag unterschreiben, der dazu verpflichtet, im Falle eines Dopingfalles alle Einnahmen an die Anti-Doping-Agentur zu spenden.
Doping-Experte Fritz Sörgel ordnete die Weltrekord-Zeit Sawes im Gespräch mit dem "SID" ein: "Wenn ich diese Zeit sehe, stehe ich sprachlos davor. Aber ich sage auch ganz klar: Im jetzigen Stadium sind keine Zweifel angebracht, weil ich mir diese Leistung erklären kann."
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Quelle: Eurosport
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