Olympia 2024 - Leichtathletik: Gianmarco Tamberi über seinen Krankenhaus-Aufenthalt - "Habe an ein Wunder geglaubt"
Update 08/08/2024 um 11:17 GMT+2 Uhr
Gianmarco Tamberi hat sich erfolgreich für das Finale der Hochspringer bei Olympia 2024 in Paris qualifiziert. Für den italienischen Olympiasieger eigentlich eine Pflichtaufgabe, die vergangenen Tage stellten ihn jedoch vor eine außergewöhnliche Probe. "Ich hatte Angst, dass ich mich nicht qualifiziere", schilderte Tamberi im Interview bei Eurosport und gewährte einen emotionalen Einblick.
Tamberi lässt die Latte tanzen - und scheitert an 2,27 Metern
Quelle: Eurosport
Am Wochenende hatte sich Tamberi noch aus dem Krankenhaus gemeldet und seine Fans in Sorge versetzt. Der 32-Jährige litt unter Fieber, die Ursache soll wohl ein Nierenstein gewesen sein. Seine Teilnahme an den Sommerspielen stand plötzlich in den Sternen.
Doch Tamberi konnte dennoch nach Paris reisen, meldete sich für die Qualifikation am Mittwoch fit. Diese überstand der Weltmeister von 2023 mit einer Höhe von 2,24 Metern knapp, bei seinem Gold-Triumph vor drei Jahren waren es noch 2,37.
"Ich hatte Angst, dass ich mich nicht qualifiziere", erzählte Tamberi anschließend im Interview mit Eurosport von seinen Selbstzweifeln. "Aber ich verspreche Euch, dass ich bis beim Finale deutlich fitter sein werde."
Wie es ihm geht? "Du hast mir gerade die schwierigste Frage gestellt, die es gibt", so der dreimalige Europameister weiter. "Glücklicherweise ist es jetzt vorbei. Beim Springen habe ich keine Schmerzen gespürt. Das ist eine großartige Nachricht."
Tamberi: "Langsam kehrt das Lächeln zurück"
Drei Tage ohne Training hatte Tamberi verbringen müssen, eine optimale Vorbereitung sieht anders aus. "Natürlich habe ich an ein Wunder geglaubt, dass ich hier in einer gänzlich anderen Verfassung antrete", führte er aus.
Er habe gekämpft und das Finale erreicht - zufrieden sei er damit aber keineswegs, vor allem mit Hinblick auf seine Höhe. "Es ist klar, dass ich jahrelang auf alles andere hingearbeitet habe, als nur ins Finale zu kommen."
Der "schwierigste Wettkampf seines Lebens", wie er die Qualifikation im Vorfeld bezeichnet hatte, liegt nun hinter ihm. Ab sofort kann es laut Tamberi nur nach oben gehen.
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Aus dem Krankenhaus über die Latte: Tamberi wirkt noch angeschlagen
Quelle: Eurosport
"Langsam kehrt bei mir das Lächeln zurück", blickte er vorsichtig optimistisch auf den Gold-Showdown am Samstag (ab 19:00 Uhr live und on-demand bei discovery+). "Dann werde ich sicher eine andere Person sein. Im Finale ändert sich alles - egal was passiert ist. Ich bin hier und will den Traum verfolgen, für den ich schon so lange arbeite."
Neben einem logischerweise fitten Tamberi zählen der Neuseeländer Hamish Kerr und Katari Mutaz Essa Barshim, mit dem sich der Italiener vor drei Jahren Olympia-Gold geteilt hatte.
Zwischen den beiden kam es am Mittwoch übrigens erneut zu einer besonderen Aktion. Barshim musste seinen Anlauf für 2,27m abbrechen, sank mit Schmerzen auf den Rasen. Tamberi war sofort zur Stelle und kümmerte sich um ihn.
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Sorgen um Barshim! Tamberi eilt seinem Freund zur Hilfe
Quelle: Eurosport
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Quelle: Eurosport
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