Olympia 2024 - Jakob Ingebrigtsen frustriert nach Platz vier im 1500-m-Finale: "Wer eine große Klappe hat ..."

Die Ausgangslage für Jakob Ingebrigtsen war klar: Bei den Olympischen Spielen in Paris wollte der Norweger sein Tokio-Gold über 1500 m wiederholen - und musste sich dann völlig überraschend mit Rang vier begnügen. Statt Edelmetall hieß es also Holzmedaille, beim Coup des US-Amerikaners Cole Hocker war auch Ingebrigtsens Erzrivale Josh Kerr schneller. Der Frust beim 23-Jährigen war hinterher groß.

Athletics - 1500m - Paris 2024 - Final - Clip - Ingebrigtsen interview in English

Quelle: Eurosport

Jakob Ingebrigtsen hob die Hand und winkte ins Publikum, unter dem roten "Norwegen"-Schriftzug prangte auf seinem weißen Trikot das rosafarbene Namensschild. Noch.
Die Farbe des Titelverteidigers nützte dem Wunderläufer am späten Dienstagabend im Stade de France wenig, im spektakulären Schlusssprint des 1500-m-Finales schrammte Ingebrigtsen knapp am Podium vorbei.
59 Hundertstel war der Leichtathlet langsamer als der neue Olympia-Rekordhalter Cole Hocker. Für eine weitere Medaille reichte es diesmal nicht.
"Ich war von Anfang an eifrig, hatte wirklich gute Beine und ein fantastisches Gefühl", resümierte der Ingebrigtsen nach dem Rennen im Eurosport-Interview: "Dann hatte ich ein bisschen zu viel Vertrauen in mich selbst und einen viel zu harten Auftakt. So bin ich auf dem vierten Platz gelandet."
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Schock für Superstar Ingebrigtsen: Keine Medaille im Olympia-Finale

Quelle: Eurosport

Respekt für Konkurrenz

Die Enttäuschung nach seinem bitteren Finallauf war dem Europameister ins Gesicht geschrieben. Trotz des Schmerzes aber machte sich schnell großer Respekt für die Konkurrenz breit.
"Mein Team sagt immer: 'Wer eine große Klappe hat und derjenige ist, den es zu schlagen gilt, hat in Wettbewerben alles zu verlieren'", schrieb Ingebrigtsen wenige Stunden später auf Instagram.
Beim mit Spannung erwarteten Showdown sei er von Hocker, Silbermedaillengewinner Yares Nuguse und dem drittplatzierten Briten Kerr "überlistet" worden: "Sie waren 'die Besten', als es wirklich darauf ankam. Und ich möchte ihnen allen zu einer großartigen Leistung gratulieren!"

Ingebrigtsen wird sentimental

Auf Instagram drückte Ingebrigtsen auch seine Dankbarkeit aus - für sein Team, seine Partner, seine Fans, den norwegischen Leichtathletikverband. Und wurde dabei sentimental.
"Vor nicht allzu langer Zeit habe ich im Stadion von Sandnes zusammen mit Kindern und durchschnittlichen Läufern trainiert", schrieb der Mittel- und Langstreckenläufer. Nun sei er am Dienstag "an der Seite einer meiner Landsleute in einem olympischen 1500-m-Finale angetreten. Vor zehn Jahren hätte niemand in Norwegen geglaubt, dass dies möglich sei."

5000 m - jetzt erst recht

In Paris wiederum kann es Ingebrigtsen schon bald besser machen, bereits am Mittwochvormittag steht er wieder auf der Tartanbahn. Dann startet der 23-Jährige über 5000 Meter im Vorlauf.
"Zu meinem Glück kann ich das alles morgen Früh wiederholen", kündigte der norwegische Superstar an. Sein olympisches Feuer also ist noch lange nicht erloschen.
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1500-m-Debakel abgehakt: Ingebrigtsen gewinnt 5000-m-Vorlauf

Quelle: Eurosport


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