Olympia 2024: Leo Neugebauer im Zehnkampf auf Goldkurs - Rico Freimuth erwartet an Tag zwei heißes Rennen in Paris

Leo Neugebauer grüßt nach Tag eins im Zehnkampf bei den Olympischen Spielen von der Spitze. Die Rolle des Halbzeitführenden kennt er bereits von der WM in Budapest im letzten Jahr, damals fiel der 24-Jährige letztlich noch auf Platz fünf zurück. Laut Eurosport-Experte Rico Freimuth hat Neugebauer diesen Rückschlag längst hinter sich gelassen - und ist reif für Gold bei Olympia in Paris.

Neugebauer dreht auf, Kaul frustriert: Tag eins im Zehnkampf kompakt

Quelle: Eurosport

"Ich werde meine Lehren aus der WM ziehen", lautete das Fazit von Leo Neugebauer nach seinem fünften Platz bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft damals.
111 Punkte fehlten dem geschlagenen Halbzeitführenden auf Edelmetall - doch die damals so schmerzvolle Lehrstunde könnte nur ein Jahr später Gold wert sein.
Nach starken Leistungen über 100 Meter (10,67 Sekunden), im Weitsprung (7,98 Meter), Kugelstoßen (16,55 Meter), Hochsprung (2,05 Meter) und über 400 Meter (47,70 Sekunden) liegt Neugebauer erneut nach Tag eins in Führung. Dieses Mal hat der deutsche Shootingstar mit 4650 Punkten sogar zehn Zähler mehr auf dem Konto als im Vorjahr.
Doch droht dem deutschen Rekordhalter der erneute Sturz aus den Medaillenrängen? "Ich bin der tiefsten Überzeugung, dass ihm das in diesem Jahr nicht passieren wird", erklärt Eurosport-Experte Rico Freimuth. "Einfach aus dem Grund, weil bei ihm der Lernprozess eingesetzt hat. Er macht einen wunderbaren Zehnkampf und wirkt sehr, sehr stabil."

Freimuth: "Konkurrenz ist ihm höllisch auf den Fersen"

Aber aufgepasst - die Konkurrenz im Stade de France schläft nicht. Die besten acht Athleten trennen aktuell lediglich 218 Punkte. Ein Ausrutscher und der Traum von olympischem Edelmetall ist in akuter Gefahr.
"Das ist ein sehr hohes Niveau, wir können uns ein sehr heißes Rennen um die Medaillen erwarten", führte Freimuth aus. "Man muss jetzt konzentriert und fokussiert bleiben, den ersten Tag sofort vergessen. Das ist Geschichte. Man muss direkt auf den neuen Tag blicken und sich nicht 'Was wäre, wenn'-Fragen stellen."
Die Devise lautet also: Ein Schritt nach dem anderen, von Disziplin zu Disziplin denken - und sich keine Schwäche erlauben.
"Das darf er tatsächlich nicht, die Konkurrenz ist ihm höllisch auf den Fersen", unterstreicht Freimuth. "Schlafen darf er nicht."
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"Aus einem Guss": Freimuth lobt Neugebauers Reifeprozess

Quelle: Eurosport

Neugebauer und die Krux mit den Hürden

Ein erster Knackpunkt am Samstag wird der Hürdenlauf über 110 Meter sein. In dieser Disziplin hatte Neugebauer vor einem Jahr in Budapest ordentlich Federn gelassen.
Ein Umstand, der im Scheinwerferlicht der olympischen Ringe tunlichst vermieden werden soll.
Der erste Wettkampf des Tages birgt für den Wirtschaftswissenschaftsstudenten an der University of Texas in Austin jedoch eine zusätzliche Hürde, wie Freimuth in der Olympia-Show Bonsoir Paris bei Eurosport erläuterte.
Beim Hürdenlauf in den USA haben die Athleten nämlich beim Zehnkampf keinen direkten Bahnnachbarn, zwischen den Läufern bleibt demnach immer eine Bahn frei. "Das ist total unnormal, aber die Amerikaner machen das so. Morgen hat Leo links und rechts einen neben sich, das ist er von den amerikanischen Wettkämpfen nicht gewohnt", so Freimuth.
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Neugebauer schreit Freude heraus: 2,05 m im zweiten Versuch

Quelle: Eurosport

Laut dem Zehnkampf-Vizeweltmeister von 2017 lastet auf Neugebauer also ein besonderer Druck. "Es wird interessant, wie er damit umgeht. Letztes Jahr haben wir gesehen, dass er dort einen deutlichen Abfall hatte."
Seitdem sind jedoch knapp zwölf Monate vergangen, vor wenigen Wochen schraubte Neugebauer erst den deutschen Rekord auf phänomenale 8961 Punkte hoch. Die Stunden der Wahrheit können also kommen.
Um 10:05 Uhr sind Neugebauer und Co. im Hürdenlauf gefordert, danach folgen noch Diskuswurf (10:55 Uhr), Stabhochsprung (13:40 Uhr), Speerwurf (19:10 Uhr) - mit der anschließenden Krönung des Olympiasiegers über 1500 Meter (21:45 Uhr).
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Neugebauer überzeugt im Kugelstoßen mit zweitbester Weite

Quelle: Eurosport


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Aus im Vorlauf: Schmidt und Co. laufen nur hinterher

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