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Sprinterin Gina Lückenkemper kritisiert Hürdenkollegen Bühler
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Publiziert 06/09/2017 um 12:09 GMT+2 Uhr
Die deutsche Topsprinterin Gina Lückenkemper (Dortmund) hat kein Verständnis für die von ihrem Hürdenkollegen Matthias Bühler geäußerte Kritik an der Sportförderung. "Da haben sich bei mir die Nackenhaare aufgestellt. Ich habe gedacht: 'Ey Kollege, geht's eigentlich noch? Wie kann man so einen Mist von sich geben'?", sagte die 20-Jährige.
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Der deutsche 110-m-Hürden-Meister Bühler (Frankfurt) hatte nach seinem Aus im WM-Halbfinale in London das Fördersystem in Deutschland massiv kritisiert. Er sei deshalb in die USA gegangen, um dort unter optimalen Bedingungen zu trainieren. Die Kosten dafür von rund 30.000 Euro im Jahr würden durch die Zuschüsse aber nicht gedeckt.
In manchen Punkten gebe sie ihm ja recht, "in der Sportförderung läuft einiges schief", sagte Lückenkemper, die in London im 100-m-Vorlauf in 10,95 erstmals unter elf Sekunden gelaufen war, "aber seitdem er dort trainiert, ist er nicht schneller geworden."
Lückenkemper kritisiert vor allem den Zeitpunkt der Bühler-Kritik.
Dass die Sportförderung hierzulande Schwächen aufweise, sieht Lückenkemper auch. Die Studentin der Wirtschafts-Psychologie nennt als Beispiel:
Wo muss man denn dann fördern? "In der Jugend, bei den Kleinen. Ansonsten bringt die ganze Förderung nichts."
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