The Finals: Lückenkemper mit viertem DM-Titel über 100 m - Speerwerfer Weber nicht zu schlagen

Gina Lückenkemper (Berlin) und Owen Ansah (Hamburg) haben sich bei den deutschen Meisterschaften erneut die Titel über die 100 m gesichert. Lückenkemper sprintete in 11,17 Sekunden zu ihrem vierten DM-Titel in Serie, ein starker Gegenwind von 1,8 m/s verhinderte eine bessere Zeit. Speerwerfer Julian Weber ist sechs Wochen vor der Weltmeisterschaft dagegen noch nicht in Medaillenform.

Gina Lückenkemper sprintet zum vierten DM-Titel in Serie

Fotocredit: Getty Images

Lichter blitzten, Nebelschwaden zogen durch die Luft - und dann erschien Gina Lückenkemper auf der Bahn. Doch am Ende war die Show bei der Vorstellung vor dem 100-m-Finale dann doch ein bisschen besser, als kurz danach im Rennen.
Zwar sicherte sich Deutschlands Sprintstar erneut souverän den prestigeträchtigen Titel, doch die Ergebnismonitore zeigten nur eine Zeit von 11,17 Sekunden an. Aber das lag vermutlich auch am ziemlich kräftigen Gegenwind von 1,8 m/s.
"Das Stadion hat getobt, ich hatte trotz des Gegenwindes meinen Spaß", sagte Lückenkemper, die sich in Dresden bei den deutschen Meisterschaften ihren vierten Titel in Serie abholte.
Doch für die in sechs Wochen beginnende WM in Tokio (13. bis 21. September) muss sich die 28-Jährige noch deutlich steigern, um sich dort ihren Traum vom Finale zu erfüllen.

Weber noch nicht in WM-Form

Wie Lückenkemper präsentierte sich auch Speerwurf-Ass Julian Weber noch nicht in Gala-Form. Der ehemalige Europameister holte sich zwar wie erwartet souverän den Titel, kam dabei aber nicht über 84,36 m hinaus.
Für die ersehnte Medaille muss sich Weber bis zu den Titelkämpfen noch deutlich steigern.
Und so blieben am Samstag die ganz großen Highlights bei den Leichtathleten aus, im frisch renovierten und ausverkauften Heinz-Steyer-Stadion sahen die 10.343 Zuschauer auch viel Leerlauf und Leistungen, die im internationalen Vergleich höchstens zweitklassig sind.
Hoffnungen weckten aber zum Beispiel auch Dreisprung-Aufsteigerin Caroline Joyeux und Marike Steinacker mit dem Diskus.

Emotionaler Höhepunkt durch Bebendorf

Joyeux, die ihre Bestleistung in diesem Sommer bereits um 68 Zentimeter auf 14,45 m gesteigert hat und damit derzeit auf Rang fünf in der Welt liegt, holte sich mit einer weiteren starken Vorstellung mit 14,24 m ihren ersten deutschen Meistertitel. Steinacker, Olympia-Vierte von Paris, ließ mit 65,56 m die Siegesserie von Kristin Pudenz reißen.
Ist sie nun vielleicht reif für eine Medaille bei der WM? "Es ist immer alles möglich", sagte Steinacker.
Den emotionalen Höhepunkt aber setzte Lokalmatador Karl Bebendorf: Der Dresdner setzte sich im Hindernis-Duell mit einem starken Finish nach 8:32,90 Minuten gegen den deutschen Rekordhalter Frederik Ruppert (8:33,79) durch und wurde mit Standing Ovations vom Publikum gefeiert.
"Ich musste hier heute gewinnen. Etwas anderes stand gar nicht zur Debatte", sagte Bebendorf.

Mihambo und Ogunleye am Sonntag im Einsatz

Am Sonntag stehen an der Elbe dann besonders zwei Olympiasiegerinnen im Fokus: Weitsprung-Queen Malaika Mihambo und Kugel-Ass Yemisi Ogunleye wollen Schwung für Tokio aufnehmen.
Auch die Auftritte der beiden Aufsteiger Owe Fischer-Breiholz (400 m Hürden) und Merlin Hummel (Hammerwurf) werden mit Spannung erwartet, zumal der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) für die WM nicht allzu viele Kandidaten für Top-Platzierungen zu bieten hat.
(SID)
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Start verpennt: Lückenkemper verpasst 100m-Finale

Quelle: Eurosport


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